Teammanager Jörg Schröder sagte nach der Partie: "Wir können im Konzert der Großen bestehen, nur jetzt muss auch mal der erste Dreier her!"
Die Anfangs-Viertelstunde im Lichtenberger Hans-Zoschke-Stadion gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Beide Mannschaften neutralisierten sich zunächst, legten aber ein hohes Tempo vor. Erst im weiteren Verlauf der Partie bekam der Gastgeber ein leichtes optisches Übergewicht. Und die Berliner hatten auch die erste gute Tormöglichkeit. Philipp Grüneberg traf nach zwölf Minuten die Oberkante der Latte.
Doch Seelow spielte weiter gut mit und hatte nach einem Fehler von Lichtenbergs Torhüter Niklas Wollert selbst die erste große Tormöglichkeit. Toni Mielke setzte nach und wurde durch den Keeper angeschossen. Schon nach knapp einer halben Stunde musste Seelow wechseln. Für den angeschlagenen Pawel Noga kam Marius Wolbaum.
Durchatmen hieß es bei den Lichtenbergern, als kurz vor der Pause Seelow drückte und durch Rick Drews sowie Marcel Georgi zwei gute Möglichkeiten hatte. Vor allem bei dem Schuss von Drews hatten die Seelower schon den Torschrei auf den Lippen. Schröder beschrieb die Szene so: "Der Ball war nicht einfach zu nehmen. Drews hat das stark gemacht."
Die Berliner kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und hatten nun deutlich mehr vom Spiel. In der 57. Minute war es dann so weit: Grüneberg schoss sein 13. Saisontor. Lichtenberg konnte sich in dieser Szene nahezu ungestört den Ball vor dem Seelower Strafraum zuschieben. Grüneberg zog aus etwa 19 Metern ab. Der Lichteberger Angriffsspieler hätte in der 66. Minute sogar auf 2:0 erhöhen können. Sebastian Lawrenz klärte auf der Linie. Spätestens jetzt war es ein richtig gutes Oberliga-Spiel, denn auch Seelow hatte noch mal eine Gelegenheit. Sebastian Jankowski jagte den Ball nur ganz knapp über das Lichtenberger Tor. Kurze Zeit später musste nach einem Konter der Berliner, den Torjäger Thomas Brechler abschloss, der Ball erneut von der Seelwoer Torlinie gekratzt werden. Diesmal rettete für den bereits geschlagenen Torhüter Rafal Lopusiewicz AbwehrspielerSimeon Apostolow.
Jörg Schröder sagte dem Spiel: "Es war ein sehr intensives aber attraktives Oberligaspiel." Am kommenden Sonntag geht es für Victoria zum FC Hansa Rostock II.
Victoria Seelow: Lopusiewicz - Nasser, Lawrenz, Dawid Jankowski, Apostolow - Halambiec, Mielke, Sebastian Jankowski - Noga (25. Wohlbaum), Drews, Georgi
Tor: Philipp Grüneberg (57.) - Schiedsrichter: Richard Hempel - Zuschauer: 350