In Falkenhagen soll eine neue Kita gebaut werden. Das hat die Gemeindevertretung jüngst mehrheitlich beschlossen. Dem vorangegangen war eine Debatte über den Sinn der Aktion, bei dem auch Pädagogen der „Kleine Falken“ zu Wort kamen.
Dass in Falkenhagen eine neue Betreuungseinrichtung für den Nachwuchs entstehen soll, ist nicht neu. Die Kita besteht im bisherigen Gebäude seit 70 Jahren. Aufgrund des sehr hohen Reparaturrückstaus in der Kita und der fehlenden Finanzkraft der Gemeinde (keine Eigenmittel) kam der Gemeinderat nun zu dem Entschluss, ein entsprechendes Haus, das die Bedingungen für die Betriebserlaubnis erfüllt, anzumieten. Die Dolgeliner Firma „Franz & Franz GbR“ hat ein Angebot vorgelegt: Sie würde für die Nutzung als Kita einen Neubau errichten, wenn die Gemeinde dafür eine verbindliche Mietzusage erteilt.

Mehrere Räume, Küche und WC

Es geht um einen Bungalow mit 230 Quadratmetern Nutzfläche –  mit mehreren Gruppen- und Personalräumen, auch Küche und WC. Die Kaltmiete beträgt für die Gemeinde netto 1300 Euro monatlich. Das Haus wäre ausgelegt für 25 bis 30 Kinder, der Mietvertrag würde über zehn Jahre laufen. Die Betriebskosten betragen 1,80 Euro je Quadratmeter und sind damit günstiger als im bestehenden Haus mit rund 220 Quadratmetern (2,17 Euro). Das Bauamt in Seelow-Land bezeichnete die Konditionen als moderat, die Bindungsdauer ebenfalls und empfahl der Gemeindevertung mit der Franz GbR einen Mietvertrag abzuschließen – vorausgesetzt, das Gebäude erlangt die nötige Betriebserlaubnis für den Betrieb einer Kindertagesstätte.

Kita liegt zu weit weg für Pendler

Vor dem Beschluss erläuterte Kita-Chefin Eveline Sturzebecher, dass aktuell 18 Kinder betreut werden. Für sogar 36 Kinder habe man eine Betriebserlaubnis. Sie hoffe auf mehr Kinder im neuen Jahr, werbe mittlerweile schon bis in die Gemeinde Steinhöfel. „Es gibt aber zu viele Kitas drumherum, wir liegen für Pendler zu weit weg“, gab die Kita-Chefin zu bedenken. Viel beschäftige man sich mit der Natur, seien im Dorf gut integriert, besuchen Senioren. Mitarbeiterin Jenny Beckert sorgte sich, dass der geplante Kita-Neubau in Petershagen die Falkenhagener Einrichtung völlig „platt“ machen werde. Auch habe man jetzt schon zu wenige Stunden für die Arbeit, sei man damit wenig glücklich. „Und gehen die Vorschüler raus, sind es bloß noch zehn Kinder in 2021“, erzählte sie. Ob sich ein Neubau da noch lohne, man doch lieber ins Haus investiere, regten beide an. „Aber allein die Dachsanierung kostet 250.000 Euro. Wir hätten nicht mal das Geld für den Eigenanteil“, gab Bürgermeisterin Bärbel Mede zu bedenken.

Wohnraum fehlt für Zuzug

Falkenhagen habe das Problem, das junge Menschen fehlen, es keine Wohnungen oder Bauland gebe. Das müsse man ändern, dann gebe es Zuzug, so Bärbel Mede. Vize-Bürgermeisterin Kerstin Abendroth hätte sich die Infos vom Kita-Team gern vorab gewünscht. In der einstündigen Debatte entwickelte sich eine Patt-Situation. Als klar wurde, man könne ins alte Haus nicht Unsummen Geld reinstecken, was auch Kita-Chefin Sturzebecher überzeugte, kam der Beschluss zum Neubau mit fünf Ja-Stimmen mehrheitlich durch.

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