Das hat der Gedo-Vorstand Umweltminister Axel Vogel (B90/Grüne) angekündigt. Die stark vermehrten Biber gefährden die Hochwassersicherheit der Deiche und Vorfluter. Der Gedo-Vorstand kritisiert die neue Biberverordnung, die am 21. April veröffentlicht wurde. Diese Verordnung hat die bisherige abgelöst, die unter maßgeblicher Mitwirkung der Arbeitsgruppe Biber in Märkisch-Oderland erarbeitet worden war.
Die neue Biberverordnung sei anders als in der Pressemitteilung des Ministeriums verbreitet, nicht mit "breiter Beteiligung" der Landnutzungs- und Wasser- und Bodenverbände erarbeitet worden, heißt es im Brief des Gedo-Vorstandes. Die Anregungen der Verbände fänden sich nicht in der Verordnung wieder: "Die neue Verordnung veranlasst uns nun, ab sofort sämtliche Maßnahmen zur Schadensabwehr bei Biberaktivitäten außerhalb der Gewässer II. Ordnung einzustellen. Sie haben andere zu berechtigten Personen erklärt. Damit haben Sie uns aus der Verpflichtung zur Schadensminderung entlassen", heißt es in dem Schreiben. Auch weitere Punkte würden die Arbeiten erheblich erschweren.
Schöpfwerke ausgenommen
Zu weiteren Punkten nimmt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Stellung. Er kritisiert, dass die Schöpfwerke im Oderbruch gar nicht im Geltungsbereich der Biberverordnung erfasst sind.
Ebenso gilt die Verordnung nicht für die öffentlich zugänglichen, aber nicht gewidmeten Wege. Auch Vogelschutzgebiete sind ausgenommen. Die machen im Oderbruch rund 20 000 Hektar aus. "Was haben Vogelschutzgebiete mit Bibern zu tun?", fragt Wendorff. Er befürchtet mehr Bürokratie. "Somit bleibt der Biber in unseren Gewässern weiter ein großes Problem und die Kosten für die Eigentümer werden steigen, erklärt des Präsident des Bauernverbandes, der selbst in Worin ökologischen Landbau betreibt.