Ortswehrführer Roland Wisweh eröffnete am Samstag am Gerätehaus Lebus den gemeinsamen Tag der offenen Tür von Wehr und Förderverein. Er betonte, dass es gleich drei triftige Anlässe zum Feiern gebe: Zum einen den 95. Geburtstag der hiesigen Feuerwehr, dann die Gründung des Fördervereins und schließlich die offizielle Übergabe vom neuen Tanklöschfahrzeug TLF 4000 Staffel.

Corona-Pandemie verhinderte bisher Würdigung

Durch die Corona-Pandemie konnte dieses bisher noch nicht entsprechend gewürdigt werden, aber durch einige Lockerungen ist es nun möglich, freute sich Roland Wisweh. Die Vorsitzende des neu gegründeten Fördervereins, Britta Fabig, informierte darüber, dass am Jahresanfang sich interessierte Bürger und Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Lebus zusammenfanden um diesen Verein zu gründen. Schon lange war dieses geplant, und nachdem alle Voraussetzungen wie die Gründungsversammlung, die Anerkennung auf Gemeinnützigkeit und die Eintragung ins Vereinsregister vorlagen, war es vollbracht - der Verein gegründet. Die bereits geplanten Veranstaltungen fielen leider wegen Covid-19 aus.

Werbung für den Brandschutz

„Wir haben den Verein ins Leben gerufen um das Feuerwehrwesen der Stadt Lebus zu fördern und für den Brandschutzgedanken zu werben. Deshalb laden wir heute gemeinsam ein um Ihnen die Arbeit der Feuerwehr und vom Förderverein vorzustellen“, erklärte Britta Fabig. Der Verein hat mittlerweile zehn Mitglieder und freut sich auf weiteren Zuwachs. Das hochmoderne, mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Tanklöschfahrzeug übergab voller Stolz Amtsdirektor Mike Bartsch an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die damit ihren Job schnell, effektiv und sicher ausführen können. Er wünschte ihnen allzeit gute Fahrt und spendierte zum Fest ein Fass Brause. Auch die Schulleiterin der Burgschule Lebus, Andrea Perlwitz, gratulierte zum neuen Fahrzeug und lobte die gute Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Förderverein. Sie überreichte eine von den Schülern angefertigte Collage mit guten Wünschen für unfallfreie Fahrten.

Ehrung von Einsatzkräften

Pfarrerin Katharina Falkenhagen machte darauf aufmerksam, dass die deutschlandweiten Alarme in den letzten Tagen gezeigt haben, wie gefährlich wir leben. „Die Freiwillige Feuerwehr ist berufen Leute zu retten, bei Unfällen aus Fahrzeugen, bei Hochwasser, Feuer und vielen mehr. Sie begeben sich selbst in Gefahr und stellen sich an die Grenze der Gefahren, professionelle Bedingungen wie das neue Fahrzeug helfen Ihnen bei ihrer Arbeit.“ Mit einem kurzen gemeinsamen Gebet beendete die Pfarrerin ihre Ausführungen, danach wurden einige langjährige engagierte Kameraden geehrt und befördert.

Rundfahrten durch Lebus

Der Förderverein lud im Anschluss zu Kaffee und leckeren Kuchen ins Gerätehaus ein. Alle Fahrzeuge der Feuerwehr konnten besichtigt werden. Jens Toppler zeigte unter anderem die CO2-Löscher vom neuesten Fahrzeug. Bei den angebotenen Rundfahrten durch die Stadt standen die jüngsten Besucher Schlange. Die rot-blau leuchtende Feuerwehr-Hüpfburg bebte unter den Sprüngen der kleinen Jungen und Mädchen, ein Glücksrad mit kleinen Preisen, sowie eine Bastelstraße vom Förderverein stellten Bärbel Reichardt und Cordelia Bechmann vor. Hier malte Jasmin (9) eifrig Bildervorlagen aus, Mia (9) bastelte einen Feuerwehrmann, ihren Papa Sebastian Fröhbrod. Ihr bisheriges Können zeigte die Jugendfeuerwehr aus ihrem Übungsprogramm.

Löschangriff vorgeführt

Unter Anleitung von Jugendwart Mirko Krüger starteten sie eine Gruppenstafette und einen klassischen Löschangriff vor einem anfeuernden Publikum. Ein Höhepunkt war die Fahrt mit dem Feuerwehr Löschboot „Herbert“ (Herbert steht zum Gedenken für den verstorbenen Bürgermeister Herbert Radtke) auf der Oder. Amtswehrführer Ralf-Tore Fabig steuerte seine kleine, vor Freude kreischende Besatzung, sicher über die Wogen. Zu später Stunde wurde am Bier- und Grillwagen ausgiebig gefachsimpelt. Auf Grund der Corona Situation wurden alle Besucher namentlich erfasst. Im Gerätehaus und in den Fahrzeugen war Maskenpflicht. Überall stand Desinfektionsmittel. In diesem Jahr plant der Förderverein die evangelische Kita „Kirchenmäuse“ am Tag der offenen Tür mit einem Stand (Glücksrad, Bastel- und Spielestand) zu unterstützen.