Zu den einzelnen zu bewältigenden Aufgaben gehörte unter anderem der Aufbau einer Wasserführungsleitung über eine Wegstrecke von gut 340 Metern mittels einer Doppel-B-Leitung. Außerdem sollte die Umsetzung eines neuen Funkkonzeptes getestet und die Führung einzelner Einsatzabschnitte organisiert werden. Da es sich nicht um eine Alarmübung handelte, war die sonst übliche Alarmierung per Funk und Sirene entfallen. Die beteiligten Wehren aus Sachsendorf, Dolgelin, Alt Mahlisch und Libbenichen rollten um 18 Uhr gemeinsam zum Birkenhof.
Dort erwartete sie nicht nur das anspruchsvolle Szenario, sondern als aufmerksame Beobachter auch Amtsdirektorin Roswitha Thiede, Lindendorfs Bürgermeister Helmut Franz und Dolgelins Ortsvorsteher Christian Franz. Auf dem Firmengelände angekommen, übernahm Einsatzleiter Daniel Busch die Führung der Einsatzkräfte.
Er bildete drei Gruppen. Kameraden aus Sachsendorf begannen sofort mit dem Aufbau ihrer Löschtechnik und nutzten für die fiktive Brandbekämpfung ein auf dem Areal vorhandene Wasserzisterne.
Auch die Feuerwehrleute aus Lindendorf Dolgelin eröffneten unmittelbar ihren Löschangriff. Ihnen standen erst einmal 2000 Liter mitgebrachtes Wasser zur Verfügung. Vom Eintreffen bis zur Brandbekämpfung vergingen, wie Thomas Höppner anerkennend feststellte, weniger als zehn Minuten.
In der Zwischenzeit arbeiteten Kräfte aus Libbenichen und Alt Mahlisch am Aufbau der langen Wasserversorgungsleitung zu einem Hydranten an der Bundesstraße 167. Diese war zügig installiert. Doch den Lindendorfern ging kurzzeitig das Wasser aus. Nach wenigen bangen Minuten schließlich Erleichterung: Der Wassernachschub klappte.
Missverständnis kostet Zeit
Einsatzleiter Daniel Busch klärte bei der Auswertung dann den Zeitverzug auf. Bei der Telefonkommunikation hatte es ein Missverständnis gegeben. Und Thomas Höppner fügte hinzu: "Zur Vermeidung von Pannen wie diesen üben wir immer wieder." Insgesamt schätzten beide die Schulung als sehr gelungen ein.
Amtsdirektorin Roswitha Thiede dankte den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und wünschte ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer wichtigen Tätigkeit zum Schutz von Leib, Leben und Gut der Bevölkerung. Nach den Anstrengungen konnten sie bei Bockwürsten und Getränken noch stärken, ehe es zurück zu den Gerätehäusern ging.