Reinhard Förster steht mit Krücken am Rand der Sporthalle des Oberstufenzentrums in Seelow. Der Wriezener hat seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme. Doch wann immer es irgendwie geht, ist er dabei, wenn es vor allem um "sein Baby" geht, den Breitensport im Kreissportbund Märkisch-Oderland, so wie an diesem Donnerstag bei der Senio­renwerkstatt für den Bereich Seelow. In diesem Jahr feiert die Abteilung 25-jähriges Bestehen. Reinhard Förster ist seit März Ehrenmitglied der größten Dachorganisation in Märkisch-Oderland. KSB-Geschäftsführerin Manja Lindner  hat ihn bewusst zur Seniorenwerkstatt nach Seelow eingeladen, um noch einmal Danke zu sagen.
Der Wriezener gründete 1992 als damaliger Vorsitzender des KSB Bad Freienwalde gemeinsam mit Dieter Schäfer (KSB Strausberg) und Werner Makowka (KSB Seelow) den Kreissportbund MOL. "Wir waren der erste KSB im Land, haben schon vor der kommunalen Großkreisbildung den Zusammenschluss besiegelt", erzählt Förster. Er baute 1994 die Abteilung Breitensport auf. Im Land habe man sie damals belächelt und kaum unterstützt, erinnert sich der 69-Jährige. Doch die Zeit habe den Märkisch-Oderländern Recht gegeben. Denn in den Schulen verschwanden damals die AG Sport, den Kindern und Jugendlichen fehlte eine sportlich Heimstatt. In allen drei Altkreisen baute der KSB Sportgruppen auf. Im Laufe der Zeit habe man wieder viele in die Vereine übergeben können, was auch gut gewesen sei, resümiert Förster zufrieden.
Man habe immer wieder Strukturen verändert, sich angepasst. So kamen der Kita-Sport mit den  Kita-Olympiaden (in diesem Jahr zum 20. Mal) hinzu und der Senio­rensport – mit inzwischen 54 Gruppen. Unzählige Preise sowie Sterne des Sports in Gold, Silber und Bronze bestätigten den KSB in seinem Weg. Jüngstes Projekt ist die Sturzprävention mit 42 Gruppen im Kreis, womit man wieder Vorreiter im Land ist  Bis heute stellt MOL mit seiner Breitensportabteilung eine Ausnahme im Land dar. Reinhard Förster hat daran großen Anteil. "Mit kaum jemanden haben wir so konstruktiv zusammengearbeitet wie mit ihm", lobt Dieter Schäfer. Auch menschlich sei er ein Pfundskerl. Der auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand gefragt ist, "wenn es um Vereins- und Satzungsrecht und technische Fragen geht", nennt Manja Lindner ein Beispiel. 25 Jahre Breitensport seien untrennbar mit seinem Namen verbunden.