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"Nicht irgendwo und irgendwann - jetzt beginnt für unsere Schule das digitale Zeitalter." Mit diesen Worten hat Letschins kommissarischer Schulleiter Björn Groß die jüngste Neuerung an seiner Einrichtung begrüßt. Es handelt sich um einen großen Flachbildschirm, der im Schulflur gleich gegenüber des Eingangs montiert wurde. Gleich aus mehreren Quellen wird der täglich neue Inhalt dort gespeist. Da sind zum einen die schulischen Informationen wie Projekte und Vertretungspläne. Zudem informiert die IHK Ostbrandenburg ganz frisch über aktuelle Praktikumsangebote und stellt das Profil von Unternehmen der Region vor. Und schließlich werden die Schüler über tagesaktuelle Regionalnachrichten informiert - bereitgestellt von der Märkischen Oderzeitung und dem Sender N24. Möglicherweise kommt noch das Handelsblatt hinzu. Bei der MOZ bereitet eine Redakteurin dafür extra Nachrichten auf und stellt sie bereit. Bei der IHK "füttert" Marcel Ernst täglich das System
Ulrich Müller, Präsident der IHK Ostbrandenburg, ermunterte die Schüler, das neue Angebot, das es auch als Programm für das Handy gibt, intensiv zu nutzen, um so die Chancen für die Berufskarriere in der Region auszuloten. "Ich war als Schulabsolvent sehr glücklich, dass es die Berufsausbildung mit Abitur gegeben hat. Sonst hätte ich wohl nie studieren können", erklärte er. Die IHK hoffe so auch, die Tendenz häufiger Studienabbrüche beenden zu können und mehr Fachkräfte für die Region zu gewinnen. "Die Schüler sollen erkennen, dass es eine große Vielfalt an Chancen für eine Karriere auch hier vor Ort gibt. Viele wissen gar nicht so genau, welche Firmen es gibt."
Bereits seit 2014 waren 28 Gymnasium in Ostbrandenburg mit diesem Medium ausgestattet worden. Die neue Aktion finanziert die IHK mit 143 000 Euro.
Dass Schule, Gemeinde, Schulamt und Bildungsministerium bei diesem Anliegen in einem Boot sitzen, das machten ihre Vertreter beim Start in Letschin deutlich. Vom Schulamt Frankfurt war die stellvertretende Leiterin Elke Dengler gekommen, vom Bildungsministerium Birgit Nix, Bürgermeister Michael Böttcher und als Bildungsexpertin die Landtagsabgeordnete der SPD, Simona Koß.
Mit Hilfe von Fachlehrer Jörg Masche wurden auch gleich die ersten Inhalte auf das neue Medium übertragen. Wie rasend schnell das geht, das erlebten die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung mit. Noch während der letzten Reden erschienen schon die ersten Bilder davon auf dem Schwarzen Brett. Die Schüler haben nun die Wahl, vor dem Bildschirm zu stehen und nach oben zu starren oder sich die App auf das Handy zu laden und so immer auf dem Laufenden zu bleiben.
Über die aktuelle Berufsorientierung an der Fontane-Schule informierten neben Jörg Masche auch drei Schüler: Kai Frydrysiak aus Letschin, Jasmin Sonnwald und Krista van Damme aus Platkow berichteten von ihren bisherigen Praktika und dem Einfluss, den diese Erfahrung auf ihren Berufswunsch haben. Wobei natürlich auch der elterliche Einfluss eine große Rolle spielt. So ist es bei Kristina van Damme fast schon klar, dass sie in die Landwirtschaft gehte, Kai Frydrysiak würde gern Erzieher werden und Jasmin Sonnwald interessiert sich für Sozialarbeit. Aber noch sind sie alle drei auf der Suche und die Praktika helfen ihnen dabei, das Richtige zu finden, betonten sie.
App für das Handy: DSBmobile IHK Ostbrandenburg
Eingeschaltet: Das Digitale Schwarze Brett in der Letschiner Fontane-Schule ist ans Netz gegangen.Foto: MOZ/Ulf Grieger
IHK Ostbrandenburg startet mit Digitalem Schwarzen Brett an der Letschiner Fontane-Schule
Link zum Video: www.moz.de/seelow