Erfreulich zudem, dass sich das Pokalspiel einer hohen Zuschauerzahl erfreute. Überraschend entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem die Gäste mit viel Einsatz und Konzentration ihre Punkte hart erarbeiten mussten. Sie profitierten von der durchwachsenen Tagesform der Zechiner Schlüsselspieler, so dass am Ende die Heimtruppe die durchaus vorhandene Chance auf eine Sensation nicht nutzen konnte. Zeil gewann mit 5:3-Mannschaftspunkten und 3298:3222 Holz.
Im ersten Durchgang sorgte Zeils Holger Jahn, der drei starke Sätze abrief und damit 587 Holz erzielte, für einen ersten Höhepunkt. Zechins Marco Specht (512) blieb über weite Strecken chancenlos. Damit ging der Zähler verdient an die Gäste. Dafür glänzte Zechins Kapitän Robert Lehmpfuhl, der es mit dem Schnittbesten Marco Endres (540) aufnahm. Der Zechiner Kapitän erreichte 556 Holz, die ihm einen 3:1-Sieg bescherten. Damit glichen die Greens aus, aber lagen mit 59 Holz zurück.
Im zweiten Durchgang hätten die Greens schon die erste Chance auf eine hervorragende Ausgangslage für den letzten Abschnitt nutzen können. Beide Duellpunkte waren nach der dritten Bahn bereits frühzeitig möglich. Dennoch konnten sich die Zeiler aus dem Würgegriff befreien und wehrten die Matchbälle ab, so dass es erneut zur Punkteteilung kam und die Gäste ihre Holzführung auf 69 Kegel ausbauten. Den Anfang machte Daniel Schneider, der mit konstantem Spiel die ersten beiden Sätze gegen Olaf Pfaller (509) gewann. Ab der dritten Bahn verlor Schneider seine Konzentration und damit seinen Rhythmus. Die Greens mussten handeln und wechselten Andy Seidemann ein. Zusammen kam das Duo auf 524 Holz, die den MP aufs Konto retteten. Zechins Karsten Trabs (5416) startete furios gegen Marcus Werner (571) und erspielte sich zunächst eine gute 1,5:0,5-Führung. Auf der dritten Bahn  erlebte Trabs ein völliges Formtief und verspielte im letzten Satz das gesamte Duell.
Thomas Buchholz brilliert
Im letzten Durchgang lagen die Hoffnungen auf den Schultern von Karsten Glatzer (526) und Thomas Buchholz (558). Der stets solide agierende Glatzer erlebte, genauso wie Trabs, nicht seinen besten Tag und begann sein Duell gegen Oliver Faber (563) mit einem katastrophalen ersten Satz. Von diesem Schock konnte er sich zwar erholen und überzeugte vor allem in den Vollen, aber Faber zeigte mit 212 Abräumern eine herausragende Souveränität. Letztlich gewann Faber das Duell mit 3:1-Punkten und entschied damit auch das Spiel. Dafür brillierte Buchholz, der bereits frühzeitig sein Match gegen Patrick Löhr (528) gewann. Sowohl in den Vollen als auch in den Abräumern war der Zechiner stets besser und musste sich nur auf der letzten Bahn knapp geschlagen geben.
Spiel auf Augenhöhe
Obwohl die Greens nicht ihr ganzes Potenzial abriefen, machten sie es dem Zweitligisten nicht einfach, das DKBC-Pokalspiel zu gewinnen. Dennoch gewann der SKK verdient und zieht in die nächste Runde ein. Es war abermals eine tolle Erfahrung, auf diesem Niveau mitspielen zu dürfen, auch wenn die Zechiner erneut knapp an einer Sensation vorbeischrammten.