Mal nicht mit Nadeln hantieren oder Brötchen schmieren: Am Sonnabend standen die Schwestern des DRK aber auch die Imbiss-Vorbereiter der regelmäßigen Blutspenden in Seelow im Mittelpunkt. Der Förderverein der Feuerwehr, der die Aktion seit 20 Jahren in der Kreisstadt organisiert, nutzte das runde Jubiläum um sich mit einer Feier bei allen Helfern und Unterstützern zu bedanken.
Von der Wache aus fuhren die Helfer aber auch Bürgermeister Jörg Schröder und Vertreter des DRK-Blutspendedienstes-Ost zum Schweizerhaus. Hier erlebten sie eine Führung. Zurück im Gerätehaus bedankten sich viele bei der Feuerwehr und dem Förderverein. "Wir sehen ja jeden Tag bei unseren Einsätzen, wie wichtig Blutspenden sind", betonte Vize-Fördervereinschef Niklas Henschke.
Bürgermeister Jörg Schröder lobte  nicht nur, sondern verteilte an alle auch kleine Geschenktüten mit allerlei Infos rund um die Kreisstadt. Die nahm auch gern Ines Rein an, die beim DRK-Blutspendedienst-Ost für unsere Region zuständig ist. "Wir kommen seit Jahren gerne her." Mit aktuellen und ehemaligen Schwestern sowie Kreisverbands-Chefin Cordula Töpfer überreichte sie der Feuerwehr zum Jubiläum einen Präsentkorb mit Süßem. "Für den Blutzuckerspiegel." Seelow sei in der Region sogar mit Abstand der größte Spenderort, erläuterte Ines Rein.
Was mit 30 Spendern mal anfing, hat sich in den letzten Jahren gesteigert. Mehr als 120 Aktionen gab es seit April 1999 in Seelow. Noch in diesem Jahr werde man das Ziel, den 8000. Spender, sicher erreichen. Schließlich kämen mehr als 100 Spender mittlerweile jedes Mal in die Wache, um sich freiwillig 500ml Blut abzapfen zu lassen. Jung und Alt, Männer und Frauen. Alle warten geduldig, bis sie dran sind, begleitet von zwei Ärzten und sechs Schwestern. "Wir haben hier noch nie Beschwerden erlebt, dass es zu lange dauert", lobte die DRK-Fachfrau. Nach der Premiere am 26. Dezember, wo man regelrecht "überrannt" wurde, sei man natürlich dieses Weihnachten auch wieder hier.
Nächster Termin am 31. Juli
Wie wichtig Blutspenden ist, wissen Burghard Schwerzer und Edmund Schulz genau. Seit 20 Jahren organisieren sie die Aktion, können sich auf ihre Freiwilligen vom Förderverein verlassen, die alles vorbereiten und in der Küche der Wache frisch den Imbiss zubereiten. Für alle Helfer gab es bei der Feier sogar extra eine Torte. Auch für Getränke und Buffett war gesorgt und zwischendurch tanzte die Seelower Show- und Volkstanzgruppe. "Zur Blutspende am Mittwoch, wo mit den Spendern gefeiert wurde, kamen 108 Leute. 106 durften spenden", berichtet Scherzer. Die nächsten Termine sind am 31. Juli und im Oktober.