Die Artilleriestraße gehörte zu den vornehmsten Adressen der Stadt. Die Villen dort, zu denen auch das im Krieg zerstörte Offizierskasino und die Hansa-Konditorei gehörten, waren von der Festung aus per Straßenbahn zu erreichen. Ab 1934 fuhr die Straßenbahn sogar bis über die Vorflutbrücke, berichtet Andy Steinhauf vom Küstriner Geschichtsverein in seinem Buch "Küstrin und sein Kietz". Im Norden mündete die Artilleriestraße auf den 1926 gebauten Bahnhof Küstrin-Altstadt der Ostbahn, dessen Gebäude noch steht. Der gesamte Bereich nördlich der Detlefsenstraße steht nun vor dem Abriss.
Die Gemeinde Küstriner Vorland und die Brandenburgische Bodengesellschaft haben eine Vereinbarung geschlossen, nach der die Gemeinde einen Förderantrag zum Abriss militärischer Altlasten stellen soll. Die Investitionslandesbank habe eine Förderung ins Aussicht gestellt, so Lehmann von der BBG. Abgerissen wird alles, was nicht unter Denkmalschutz steht. Die Gemeindevertreter begrüßten am Montag den Abriss der Altlasten.