Neues Weiterbildungsgesetz
2020 gibt es Dank Förderung durch das Bildungsministerium eine Neuauflage. "Ich fühle mich hier gehört und anerkannt, bekomme unheimlich viele Anregungen und schöpfe aus den Erfahrungen anderer", schwärmt Annegreth Huth aus Heinersdorf. Dort wurden  dank der Erfahrungen aus der Dorfhelden-Akademie erste Erfolge erzielt, kann jetzt z.B. die Stuckdecke restauriert werden. Sie hat sich auch für 2020 als Teilnehmerin eingetragen. Die Akteure lassen in Bild und Wort die Akademie Revue passieren. Christoph Muth von der Uni Cottbus berichtet vom erfolgreichen Dorfladen-Projekt in Golzow. Carolin Schönwald erklärt, wie sich die Dorfhelden auf das einzige öffentliche Wahlforum mit allen Landtagskandidaten der Region in Buckow in Form eines Festes vorbereitet haben. Denn, so eine wichtige Erkenntnis aller Teilnehmer: Teilhabe setzt Wissen voraus. Wie funktioniert Demokratie? Wer entscheidet was? An wen muss man sich wenden, um gehört zu werden?
"Das ist politische Bildung, wie wir sie brauchen und  sehr unterstützen", lobt Volker-Gerd Westphal, Abteilungsleiter im Bildungs-Ministerium. Er zeigt sich erstaunt über die Vielfalt der Themen, mit denen sich die Dorfhelden 2019 beschäftigt haben. Er verweist auf den Koalitionsvertrag, der durchgängig die Forderung nach mehr politischer Bildung, besonders im ländlichen Raum, wo zwei Drittel aller Brandenburger leben, enthalte. Noch die alte Landesregierung habe den Etat der Erwachsenenbildung deutlich aufgestockt. Dies sei auch dringend nötig, so seine Überzeugung. Denn zu oft würden viele Bürger die Zusammenhänge nicht kennen und glauben, keinen Einfluss nehmen zu können, hätten große Skepsis gegenüber Parteien. Es gebe jedoch viele Möglichkeiten. "Politische Bildung ist fundamental für  für Teilhabe", betont Westphal. Er informiert, dass das 25 Jahre alte Weiterbildungsgesetz in der neuen Legislaturperiode überarbeitet wird. Bei der Erarbeitung sollen viele Bürger einbezogen werden. Es gehe vor allem um Regionalität, besonders auch im ländlichen Raum. Alle wichtigen Entscheidungen würden heute von Städten aus getroffen. Um so wichtiger sei es, dass sich die Kommunen einbringen. Mitunter führe der Weg des Mitmischens auch über Bürgerinitiative. Wer sich einmal mit einem kommunalpolitischen Thema beschäftigt habe, bringe sich oft weiter in der Zivilgesellschaft ein.
Teilnehmer entscheiden Themen
Dieter Arndt, Vize-Bürgermeister in Neuhardenberg, bestätigt das. Er habe viel erfahren, sei dankbar für das Angebot, will auch 2020 bei vielen Treffen dabei sein. Sowohl am Freitag als auch am Sonnabend haben die Teilnehmer die ersten Schwerpunkte festgemacht. "Wir geben Anregungen, organisieren externe Experten, aber wir wollen vor allem, dass sich diese Weiterbildung an dem orientiert, was die Teilnehmer interessiert, unterstreicht Ilona Tkocz. Mit Maria Schlüter koordiniert sie die Neuauflage der Dorfhelden-Akademie. Interessierte können jederzeit hinzu kommen. Es bestehe  keine Pflicht, bei jedem Treffen - es gibt neben zweitägigen Wochenend-Workshops auch dreistündigen Werkstatt-Treffen - dabei zu sein. Auf der Internet-Seite des Vereins Schloss Trebnitz findet man die Termine und Kontakte.
Kontakt: Telefon 033477 51912, schlueter@schloss-trebnitz.de,www.schloss-trebnitz.de

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