Insgesamt 61 Jungen und Mädchen der Oberschule Seelow und der Kleeblattschule erhielten am Sonnabend im Kreiskulturhaus in Seelow ihre Jugendweihe. Schon beim ersten Durchgang – mit 17 Oberschülern der 8c und acht "Kleeblättern" – herrschte im Saal aufgeregte Spannung. Etliche engagierte Eltern hatten gemeinsam mit dem Verein Oderland Kids Zechin die Feierstunde auf die Beine gestellt. Monika Märtens hatte das Zepter in der Hand. Wunderschöne Blumen-Arrangements, aber auch Show-Einlagen machten die einstündige Feier zu einem besonderen Erlebnis.
Bürgermeister hielt Festrede
Angeführt von Bürgermeister Jörg Schröder zogen die Schüler in den Saal ein und nahmen in den ersten beiden Reihen Platz. Dahinter drängten sich die Eltern, Geschwister und Großeltern der Schützlinge, hielten gebannt jede Situation auf Mobiltelefonen und Kameras fest. "Timm und Friends" unter Leitung von Detlef Timm sang Stücke wie Maffays "Ich wollte nie erwachsen sein..." Irgendwo tief in mir, bin ich ein Kind geblieben, heißt es darin. Und viele der Jugendweihlinge im Saal fühlte genau das. Waren ängstlich aber gleichzeitig freudig aufgeregt beim Schritt zum Erwachsensein.
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Jörg Schröder betonte in  seiner Festrede, die Jungen und Mädchen werden nun neue Situationen erleben, egal ob Bewerbungsgespräche oder die Führerscheinprüfung. Er vermittelte Zuversicht, sich dabei tolerant zu verhalten und selbst Entscheidungen zu treffen. "Die Welt ist schön, aber der Alltag nicht einfach." Man müsse Gutes und Schlechtes überwinden, um gestärkt an Lebenserfahrungen voranzugehen. "Humor und positive Denken hilft", gab er den Schülern mit auf den Weg. Ihre Träume sollen sie leben, statt das Leben zu träumen, zitierte er aus einem Gedicht von Renate Eggert-Schwarten. Außerdem warb er dafür, fleißig zu lernen und sich in der Gesellschaft zu engagieren. Schröder gab aber auch den Eltern den Rat, weiter Unterstützer ihrer Kinder zu sein. "Hören Sie auch auf sie", so Schröder und wünschte allen viel Glück.
Nach weiteren aufmunternden Liedern des Musik-Duos, Gedichts-Rezitationen von Christine Peisker und Ballett-Einlagen der Show- und Volkstanzgruppe wurden die Schüler in Kleingruppen auf die Bühne gerufen. Sie bekamen Jugendweihe-Urkunden überreicht und Rosen von süßen Blumenkindern. Dankesworte an die Eltern sprach ein Schüler-Trio stellvertretend für alle und stellten darin die Freude auf den neuen Lebensabschnitt in den Mittelpunkt. Blumensträuße erhielten zum Dank aber auch Lehrer und Akteure des Festaktes. Und sichtlich stolz zogen die Jugendlichen – flankiert von Tänzerinnen und Verwandten – aus dem Saal aus.
Vor dem Kulturhaus wurden Fotos gemacht, sich geherzt. "Ich war sehr aufgeregt, aber jetzt geht’s mir gut", sagte Lea-Sophie Rosenkranz (14) aus Libbenichen. Die Veranstaltung sei schön gewesen. Ihr Geschenke-Geld will die Oberschülerin für den Führerschein zurücklegen. "Jetzt wird erstmal mit der Familie groß im Gemeindehaus gefeiert, sogar mit Hüpfburg für die Kinder", sagte die junge Dame im roten Kleid und musste los. Ihr entgegen kamen da auch schon die Teilnehmer für den zweiten Jugendweihe-Durchgang – an dem 36 Oberschüler der Klassen 8a und b mit ihren Familien teilnahmen.