Seelow. Das dritte Adventwochenende hielt viele Veranstaltungen bereit. In Gorgast öffnete der einzigartige Weihnachtsmarkt in den Kasematten des Forts zum 20. Mal.
Den Organisatoren vom Team Fort Gorgast, dem Pfarrsprengel Gorgast/Manschnow und vielen fleißigen Akteuren ist es erneut gelungen, einen tollen Adventsmarkt mit kulturellen Einlagen und vielen verlockenden regionalen Angeboten zu gestalten. Da wurde mit dem Oderbruchchor Manschnow, den Letschiner Chormiezen und dem Posaunenchor mitgesungen, gebastelt und geplauscht, darunter mit Jägern des Stammtischs „Zur alten Oder“ im nachgestellten Jagdrevier mit präparierten Tieren. Umringt war auch das Schaubacken am Stand des Pfarrsprengels mit Konditormeister Gerhard Falk. Dort gab es Spritzkuchen und mit Sahne gefüllte „Weihnachtsgänse“. Händler von beiden Seiten der Oder lockten mit Honig, Gelee, Ziegenkäse, Keramik, Korbwaren, Seifen, Gestricktem und Erzeugnissen aus Schafwolle. „Unsere Wanderwege sind gesperrt, sie müssen auf 700 Metern mit Geländer und Handlauf versehen werden“, berichtete Teamleiterin Christina Schulz. Zudem müsse aus etwa 40 Bäumen Totholz und loses Geäst entfernt werden. „Deshalb haben wir erstmals eine Spendensäule im Eingangsbereich der Kasematten aufgestellt.“
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Wer gemeinsam arbeitet, sollte auch gemeinsam feiern – nach diesem Motto trafen sich Unterstützer, Freunde und Mitglieder der Initiative Park Gut Wollup zu einem weihnachtlichen Fest im Gemeindezentrum. Draußen loderten Flammen in einer Feuerschale und es wurden unter anderem selbst gebrannte Mandeln angeboten. Im Haus warteten ein Kuchenbuffet sowie eine Fotoausstellung und eine Filmpräsentation über das arbeitsreiche Jahr. Bei der Tombola wurden unter anderem ein Tannenbaum des Gärtners Martin Arndt und ein Gutschein der Eisdiele Hartmut Philipp verlost. Die Einnahmen unterstützen weitere Maßnahmen zur Parkgestaltung.
Auf dem Gutshof und im Ökospeicher in Wulkow präsentierten sich am Sonntag Händler und Kunsthandwerker, die regionale wie polnische Produkte anboten. Fündig wurden Gäste auch am Keramikstand von Isolde Lehmann. Sie bot aus der Märkischen Heide Schalen, Tassen, Butterdosen und Windspiele an. Wer noch einen Weihnachtsbaum ergattern wollte, hatte bei Ingo Keppner von Blumen Sprockhoff große Auswahl. Mitglieder des Ökospeichervereins boten Hanf- und Landbrot an, das frisch im Dorfbackofen gebacken wurde. „Ich habe solche kleinen Weihnachtsmärkte am liebsten“, sagte Reinhard Henoch. „Vor allem die familiäre Stimmung zieht mich jedes Jahr hierher“, so der Frankfurter.
Am Abend kamen viele Menschen nach Friedersdorf. Dort lockte das alljährliche KlangLeuchten am Kunstspeicher. Für besinnliche Weihnachtsmelodien sorgte der Posaunenchor der Kirchengemeinde Seelow. Ein feuriger Höhepunkt war Katja Grahl als Fakir-Künstlerin Flaming Rose. Die Berlinerin tanzte mit dem Feuer und überraschte vor allem die kleinen Gäste mit der Kunst des Feuerspeiens. Wem danach immer noch kalt war, konnte es sich auf Bänken am großen Lagerfeuer mit einer Tasse Glühwein gemütlich machen oder im beheizten Kunstspeicher durch das große Angebot regionaler Produkte stöbern.