Die Startklappe knallt und der siebenjährige Tristan Sonak wetzt mit dem roten Schlauch in der Hand los. Wieder im Ziel wirft er sich zu Boden. "Ich habs überlebt", sagt der Junge, der schon seit dem Kita-Alter bei der Lebuser Feuerwehr aktiv ist, und atmet heftig ein und aus. Derweil sind seine Mannschaftskollegen noch in vollem Gange. Die Schläuche werden verbunden. Die zehnjährige Leonie Barsch schnappt sich den sogenannten C-Schlauch und rennt an ihre Position. Dann pumpt sie an der Kübelspritze, damit Isabell Müller die Dosen vom Podest spritzen kann. Bei der Gruppenstafette sind Schnelligkeit und Zielsicherheit gefragt. Sie ist die einzige Wettkampfdisziplin, welche die Teilnehmer im Alter bis zehn Jahre bewältigen müssen.
In allen anderen Altersklassen gehört die Stafette zu insgesamt drei Disziplinen bei den Seelower Bereichsmeisterschaften der Jugendfeuerwehren. Außerdem stehen Staffellauf mit Hindernissen und der Löschangriff auf dem Wettkampfplan.
"Im Bereich Seelow ist die Jugendfeuerwehr perfekt aufgestellt", sagt Thomas Bergemann vom Vorstand des Verbandes. Insgesamt treten am Sonnabend 26 Mannschaften mit je sechs Mitgliedern der Jugendfeuerwehren an: Gusow-Platkow, Letschin, Libbenichen, Treplin, Seelow, Reichenberg-Ringenwalde, Golzow, Podelzig, Neuhardenberg und Lebus. Beinahe hätte es sogar einen Rekord gegeben, denn ursprünglich sollten die Wehren 29 Teams stellen. Doch die Wettkämpfe sind seien nunmal nicht immer mit den anderen Aktivitäten der Jugend vereinbar, erklärt Bereichsjugendwart Maik Lippke.
Die drei besten Teams in der Gesamtwertung der drei Disziplinen aus jeder Altersklasse nehmen an der Kreismeisterschaft im September teil. Der Bereich Seelow werde dann wieder stark vertreten sein, schätzt Thomas Bergemann ein.
Am Ende überzeugen vor allem die Teams aus Seelow, Gusow-Platkow, Letschin, Libbenichen und Golzow, die in ihrer Klasse den Gesamtsieg holen. Leer geht letztlich niemand aus. Die Landtagsabgeordnete Jutta Lieske (SPD) hatte 200Euro für die Veranstaltung gespendet. "Die haben wir direkt in Medaillen für jeden Teilnehmer investiert", verrät Maik Lippke, der den Wettstreit moderierte. Dieser fand bereits zum 18. Mal statt und wurde von der Feuerwehr Letschin unter der Leitung des Gemeindejugendwartes auf dem Sportplatz vorbereitet.