Anhand des Portals der Stadt Potsdam zeigte Wetzel, was das sein kann. So bieten Bürger Möbel, Kinderbekleidung, Haushaltsgeräte oder ähnliches an, meist sogar mit Foto. Vereine oder Kultureinrichtungen laden Flüchtlinge zu Veranstaltungen ein. Da die meisten Angebote auch in Englisch erscheinen, können sich Adressaten direkt an die Anbieter wenden. "Die Menschen wollen helfen", erklärte Landrat Schmidt. Das bewiesen allein die mehr als 1000 Anrufe beim Bürgerbüro des Kreises im Oktober. Das Portal biete eine gute Möglichkeit, dies ganz konkret und direkt zu tun. Die Verwaltung hat Zahlen und Fakten rund um das Thema Flüchtlinge in Märkisch-Oderland ins Portal gestellt. Bürger finden Antworten auf viele immer wieder gestellte Fragen. Damit wolle man auch Gerüchte entkräften, die sich hartnäckig halten und verbreitet werden, so Schmidt.
Antje Haugwitz vom Internationalen Bund - als einer der Betreiber von Gemeinschaftsunterkünften im Kreis - versicherte, dass die Informationen und Angebote des Portals auch direkt bei den Flüchtlingen ankommen. Es gebe einen PC-Platz, den die Bewohner nutzen können. Sie verspricht sich viele direkte Hilfsströme, da es keine Zwischenebenen gibt, die erst wieder Kontakte und Termine vermitteln müssten. Die Nutzung des Portals ist kostenfrei. Erforderlich ist lediglich eine Online-Registrierung mit Benutzername und E-mail-Adresse.
Portal: www.helpto.de