Ein vernünftiger Radweg vom Dorf zum Bahnhof steht schon seit Jahrzehnten auf der Wunschliste der Neutrebbiner. In diesem Jahr soll er nun tatsächlich gebaut werden. Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) ließ es sich am Mittwoch nicht nehmen, den Einwohnern des größten Kolonistendorfes im Oderbruch, das sich nun auch das familienfreundlichste Dorf im Land nennen darf, den Förderbescheid über die Bewilligung der EU-Gelder zu überbringen. Die Neutrebbiner bereiteten dem  Minister aus diesem Anlass einen großen Bahnhof. Das Festzelt, eigentlich erst für das Sommerfest der Senioren des Amtes Barnim-Oderbruch am Freitag (14 Uhr) gedacht, stand vorfristig an der Liebesinsel. Zahlreich waren die Senioren der Gemeinde, interessierte Bürger und Vereinsvorstände sowie Kommunalpolitiker gekommen. Bot sich doch dort auch Gelegenheit, mit dem Minister ins persönliche Gespräch zu kommen.
Für insgesamt 458 000 Euro entsteht entlang der Bahnhofstraße vom Hochwasserdenkmal an bis zum Bahnhof auf etwa 1000 Meter Länge ein kombinierter Geh- und Radweg. Er dient auch zur Sicherung des Schulweges für die Grund- und Oberschüler des künftigen Schulzentrums Neutrebbin. Vize-Amtsdirektorin Sylvia Borkert, selbst Neutrebbinerin und leidenschaftliche Radfahrerin, versicherte Vogelsänger die große Freude der Einwohner über diese Investition. Zugleich soll die Beleuchtung an der Straße erneuert werden. Und dort, wo die Allee Lücken hat, werden Bäume gepflanzt.
Bürgermeister Werner Mielenz bedankte sich herzlich für die 75-prozentige Förderung durch die EU und das Land „Ich habe das Gefühl, der Minister fühlt sich wohl bei uns“, erinnerte er an die Fördermittelübergabe für den letzten Bauabschnitt am Gemeindezentrum. „Und dass es weitere Möglichkeiten zur Übergabe von Fördermitteln gibt, wird der Minister ja auch selbst gesehen haben“, spielte Mielenz auf die marode Landesstraße 34 an, die die Ortsdurchfahrt zu einem Graus macht.
Als Siegergemeinde des Kreisdorfwettbewerbs stellt sich Neutrebbin am 2. Juli ab 9 Uhr den kritischen Augen der Jury des Landeswettbewerbs, informierte Werner Mielenz.