Fast alle Gebühren des Entsorgungsbetriebes Märkisch-Oderland (EMO) bleiben im kommenden Jahr unverändert. Diese gute Nachricht hatte Werkleiterin Angela Friesse im Kreistag. Sowohl die Grundgebühr pro Einwohner (1,27 Euro/Monat) als auch die Leistungsgebühr (0,11 Euro/kg), der Behälterwechsel (7,97 Euro je Vorgang), der Laubsack (1,67 Euro)oder die Astbanderole (2,06 Euro) bleiben unverändert. Lediglich für den Abfallsack müssen ab 2016 vier Cent mehr und damit 2,49 Euro gezahlt werden.
Das kreiseigenen Unternehmen darf kein Gewinn aus den Erträgen erzielen, die es aus hoheitlichen Aufgaben erzielt, machte Angela Friesse deutlich. In jedem Jahr wird exakt abgerechnet. Überschüsse müssen in der neuen Gebührenkalkulation berücksichtigt werden.
Veränderungen indes wird es indes für all jene geben, die ihre Abfälle selbst auf der Umladestation Hennickendorf bringen. Das sind im Jahr immerhin um die 17 000 Anlieferungen. Deren Betrieb übernimmt im Auftrag des EMO ein Fremdunternehmen. Die Kreistagsabgeordneten hatten vor der Gebührensatzung einen Beschluss zur Neuvergabe dieser Leistung auf dem Tisch. Letztlich blieb ihnen nur die Zustimmung. Wie Angela Friesse erläuterte, hatte es nach der Ausschreibung drei Angebote gegeben, nachdem sich sogar zehn die Angebotsunterlagen hatten schicken lassen. "Wichtig war für uns, die Leistung nicht an einen Entsorger zu vergeben, der selbst dort anliefert und damit seinen eigenen Abfall verwiegen würde", erklärte die Werkleiterin. Die Ausschreibung war noch einmal präzisiert worden, um trotz allem Rechtssicherheit zu haben. Letztlich sei danach nur einer drei ernsthaften Bewerber übrig geblieben. Das ist die ARGE Rüdersdorf GAVIA GmbH&Co.KG/GeMOS GmbH Berlin. Sie wird nun bis zum 31. Dezember 2020 die Abfallumschlagstation des Landkreises betreiben. Die Ergebnisse dieser Ausschreibung bildeten Grundlage für die Gebührenkalkulation der Selbstanlieferer.