Gerade mal zwei Jahren ist es her, als sie ihren ersten zehn Kilometerlauf in Angriff nahm und hatte dabei das Gefühl, das sie beim Zieleinlauf begleitete, bis heute nicht vergessen. "Es ist unbeschreiblich, nach einem erfolgreichen Rennen gegen sich selber und der Uhr anzukommen. Die Zuschauer im Zielbereich klatschen begeistert und würdigen die erbrachte Leistung für die ich mehrere Stunden in der Woche trainiere. Es ist Gänsehaut pur, einfach nur Wahnsinn."
Daniela, die Läuferin der TSG Seelow, feierte Anfang Juni ihren 16. Geburtstag, ist bereits seit sieben Jahren in der TSG Seelow/Leichtathletik. Sie nahm an verschieden Wettkämpfen teil, wie Mehrkampf in Kienbaum oder Triathlon in Wald-Sieversdorf teil. Aber "lange Läufe" liebt die Seelowerin am meisten. "Es ist die Herausforderung gegen sich selber. Sicherlich liegt es etwas in der Familie" sagt die frisch gebackene Halbmarathonfinisherin, "denn mein Papa, der mich begleitet hat, lief letztes Wochenende die 160 Kilometer auf dem Berliner Mauerweg in 21:35:49 Stunden non stop. Solche verrückten Sachen will ich nicht machen", sagte sie lächelnd und schaut Papa Gerd verschmitzt an.
Die beiden Teicherts waren nicht die einzigen TSG Läufer beim Sport Scheck-Lauf in Berlin. Erik Höhne bewältigte die Distanz über einen Kilometer noch vor den beiden Hauptläufen. Auf der 10 km Strecke kamen Hendrik Höhne (0:56:47) und Bettina Szameit (01:31:50) ins Ziel. Beim Halbmarathon liefen zudem Doris Grundmann (2:07:29 Std.) und Antje Seiler (2:07:56 Std.) bei besten Wetter im Ziel ein. Also ein gelungener TSG-Auftritt in der Hauptstadt.