Das Gerippe der Leinwand, die Fäden, sind zu erkennen. Und nur teilweise mit Farbe versiegelt worden. Kräftig und mit Struktur leuchten sie in sattem Gelb und Blau. Dazwischen sind Lücken. Die Struktur scheint es der Polin, die auch Bühnenbildnerin und Hochschullehrerin ist, angetan zu haben. Blätter etwa vom Gingko-Baum wurden mit der Farbe an der Unterlage befestigt und übertüncht. Das, was man noch sieht, ist deren Struktur. Der Titel der Ausstellung "Von außen ins Innere des Gemäldes" könnte treffender kaum sein. Die Bilder sind jedoch namenlos. "Die Künstlerin möchte dem Betrachter nichts vorweg nehmen, die sollen sich selbst ein Bild vom Bild machen", so Darius Müller.
Beata Fertala-Harlender ist im Geiste verbunden mit der Idee des Schlosses in Trebnitz. "Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist beiden ein Anliegen", erklärt der Bildungsstättenleiter. So hatte die Künstlerin gemeinsam mit Studenten eine Kollektion an Kleidern entworfen, die sich an der Architektur Breslaus orientierte. In diesem Jahr veröffentlichte sie einen Bildband über Elemente des Wohnraums, die man anziehen könne. All das ist zu sehen in der Alten Schmiede neben dem Schloss Trebnitz, täglich von 9 bis 17 Uhr.