Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat demnach festgestellt, dass die von der Bürgerinitiative im Genehmigungsverfahren zur Fairmastanlage Golzow eingereichten Widersprüche ihre aufschiebende Wirkung behalten. Insbesondere geht es darum, dass von einer "Verbesserung" der Immissionssituation nicht die Rede sein könne, da die zum Vergleich herangezogene Rinderanlage bereits 2016 geschlossen wurde.
"Wir betrachten diesen Beschluss als ersten Etappensieg auf dem langen Weg, unser Oderbruch mit seiner einmaligen Natur und Landschaft vor einer Invasion von ausschließlich profitorientierten Investoren mit ihren Massentierhaltungen zu bewahren", so Peter Tiedke, Sprecher der Bürgerinitiative
Die Odega-Tochter ist aktuell dabei, die ehemaligen Rinderställe an der Genschmarer Straße zu Hühnerställen nach den Vorgaben des Fairmast-Verfahrens umzubauen. Bis zum Februar soll der erste Stall fertig sein, informierte Niklas Krumsiek von der Odega-Geschäftsführung. Insgesamt werden einmal rund 72 000 Tiere in der einstigen Milchviehanlage der Landwirtschaft Golzow gemästet. Die Geschäftsführung will sich am Montag zu den Konsequenzen des Beschlusses und zu einem möglichen Baustopp in der künftigen Golzower Anlage äußern.