Die Vertreter der Ortsvereine im Unterbezirk Märkisch-Oderland ließen mit 38 von 39 Stimmen keinen Zweifel daran, dass sie den seit gut sieben Jahren agierenden Landrat erneut an der Verwaltungsspitze des Kreises sehen wollen. Zahlenmäßig "beinahe ein DDR-Ergebnis", das Gernot Schmidt fast erschreckte, bevor er für das Vertrauen dankte.
Er ist der geeignete Mann dafür, hieß es allenthalben: streitbar in der Sache, mit klaren Ansagen und Standpunkten, offen und auf die Menschen zugehend, bodenständig. Einer, der es als gelernter Meliorationsfacharbeiter mit Abitur an die Spitze des Landkreises geschafft hat, so spricht, wie die Menschen in den Orten, und "auch verständlich machen kann, wo das Geld aus der umstrittenen Kreisumlage bleibt", wie Landtags-Abgeordnete Jutta Lieske anmerkte.
Zuvor hatte Schmidt einen Blick auf seine bisherige Amtszeit geworfen, im Landkreis Erreichtes nachgezeichnet und Wegmarken für 2013 gesetzt.So wurde etwa im Bildungsbereich, besonders durch das Konjunkturpaket II, für 31 Millionen Euro in 144 Einzelmaßnahmen investiert. Geld, das bei den Handwerkern und Planern der Region unmittelbar angekommen sei.
Schmidt war von allen Ortsvereinen als einziger Kandidat nominiert worden. Nach gründlicher und keineswegs problemfreier Diskussion, sagte Unterbezirks-Vorsitzende Simona Koß, die zugleich die offene kritische Atmosphäre lobte. Sie freue sich auf die Wahlkampfzeit, sagte Koß, wenn es im Frühjahr per Fahrrad zu Gesprächen mit den Menschen in der Region gehe - gemeinsam mit Gernot Schmidt und dem SPD-Bundestagskandidaten Olaf Mangold, der wie Landtags-Präsident Gunter Fritsch in Strausberg dabei war.