23 Schüler aus Berlin und Brandenburg hatten in ihrer Ferienwoche ein breites Spektrum der Künste erarbeitet. Denn die Literaturwoche des Vereins Schreibende Schüler beschränkte sich in diesem Jahr nicht nur auf Stift und Papier. Die Mädchen und Jungen zwischen elf und 18 Jahre fertigten ein Hörspiel an, drehten ein Video mit Ansichten aus Trebnitz und führten selbstkomponierte Stücke am Klavier und ein Lied vor. Auch deshalb wurde die etwa zweistündige Veranstaltung für viele Besucher zu einem kurzweiligen Erlebnis.
"Wir haben die Woche nach dem Open-Space-Prinzip gestaltet, das heißt die Mädchen und Jungen konnten selbst bestimmen, was sie machen wollen", erklärte Gruppenleiterin Katja Hamel. Dabei seien die Seminarleiter auf bestimmte Punkte eingegangen, wie etwa: "Wie schreibt man einen Krimi?" oder "Wir schreibe ich, wenn mir mal nichts einfällt?".
Als sie in vier Gruppen vor die Besucher traten, zitterten bei so manchem die Zettel in der Hand. Ihre vorgetragenen Texte waren nicht nur thematisch sehr unterschiedlich, sondern auch verschieden in Schreibstil, Thema und Perspektive. "Wir geben den Kindern Raum, selbst an ihren Texten zu arbeiten, sodass ihnen das Endprodukt gefällt. Ohne Leistungsdruck", erklärte Seminarleiterin Julia Baum. Der 16-jährige Lukas Friedland aus Potsdam las seinen Text mit sonorer, sicherer Stimme. Er hat seine Geschichte zu Recht selbstbewusst vorgetragen. Auch die 14-jährige Lisa Bresch aus Zehdenick genoss die Tage in Trebnitz. "Die Seminare waren wirklich toll. Ich schreibe seit etwa zwei Jahren intensiver und finde, solche Veranstaltungen fordern die Kreativität und Inspiration", sagte sie.
Neben dem literarischen Schreiben in Form von Kurzgeschichten und Gedichten, spielte auch die Musik eine große Rolle. Die zwölfjährige Amelie aus Fürstenwalde und Liese Rey (17) aus Berlin spielten zwischen den Präsentationen der Texte Eigenkompositionen am Klavier. Über die Musik transportierten beide Mädchen Gefühle, erzählten fast eine eigene Geschichte über die erzeugten Töne. Kein Laut war in dem Saal des Schlosses zu vernehmen, als Liese Rey ihr Stück zum musikalischen Höhepunkt spielte.
Auch wenn sich einige der Schüler schon aus einem Sommer-Seminar der Schreibenden Schüler kannten, erlebten die Jugendlichen in ihrer Ferienwoche doch noch neue Herausforderungen.
Im Nebenraum der Werkschau präsentierten sie Plakate, die sie während der Woche angefertigt hatten. Darauf hatten sie alles, was ihnen in den Sinn kam, zu Papier gebracht-auch Zeichnungen, Zitate oder inspirierende Worte.
Infos unter www.schreibende-schueler.de