Zu einer Gesprächsrunde "Vergangenheit und Zukunft der Kirchengebäude im Oderbruch" lädt der Förderverein Schul- und Bethaus Altlangsow am Sonnabend um 15 Uhr ein. Stadtkirchen, Dorfkirchen und Schul- und Bethäuser gehören zu den wichtigsten baukulturellen Zeugnissen des Oderbruch.
Ursprünglich errichtet als spiritueller und kultureller Mittelpunkt des Gemeindelebens, ist an ihnen die Entwicklung der Region ablesbar. Die Palette reicht von den mittelalterlichen Feldsteinkirchen bis zu den oftmals einfachen Bauten in den Kolonistendörfern des 18. Jahrhunderts.
"Aber auch die Zeitgeschichte hat an den Kirchen ihre Spuren hinterlassen", so Gerd Nordheim vom Förderverein. "In den letzten Kriegswochen wurden Kirchtürme von der deutschen Wehrmacht gesprengt,  um der angreifenden Roten Armee die Orientierung im Feld zu erschweren. Andere Kirchen gingen in den unmittelbaren Kampfhandlungen verloren. Verfielen manche Kirchen und Kirchenruinen während der DDR-Zeit, so gab es andererseits bemerkenswerte Initiativen zur Erhaltung und zur Wiedererrichtung vor und nach 1990."
Im Gespräch geht es um die Rolle der Dorfkirchen heute in der Erinnerungskultur des Oderlandes, um ihre Nutzung und Pflege sowie ihre Perspektiven, auch für den kulturellen Zusammenhalt. Gesprochen werden soll auch darüber, warum sich Alteingesessene und Zugezogene innerhalb und außerhalb von Kirchengemeinden für den Erhalt engagieren. Darüber diskutieren Kenneth Anders vom Oderbruchmuseum Altranft, Gudrun Wendt, Stiftungsrätin Landschaftsfonds Oderbruch / Förderverein Kirche Altwriezen-Beauregard, Angelika Plett, Freundeskreis Fachwerkkirche Sietzing und Martin Müller aus Mallnow. Kurt Winkler vom Förderverein Schul- und Bethaus Altlangsow  moderiert. Der Eintritt ist frei.