Das Amt hatte zur Sitzung in der Gymnastikhalle eine Mitteilungsvorlage zur Umsetzung der Beschlüsse zum Bau der beiden Stege am Klostersee eingereicht. Damit kam man den Wunsch der Abgeordneten nach, die im letzten Gemeinderat im Februar zum Sachstand des Baus anfragten.
Amt pocht auf Bademeister
Im Papier gab es die Kurzinhalte von Beschlüssen ab 2017 zu den Stegen. So ist darin zu lesen, dass die Errichtung durch Spenden gesichert sein muss, die jährliche Untersuchung über den Gemeindehaushalt läuft. Errichtung und Betreibung ist an die Einhaltung aller rechtlichen Grundlagen gebunden. Einstimmig war der Gemeinderat dafür im Mai 2017. Auch wurde zum Jahresende auch noch noch das Beantragen von Fördermitteln aus dem Leader-Programm beschlossen. Im März 2018 hieß es dann einstimmig, der Gemeinderat beginne als Bauherr erst mit den Arbeiten, wenn die Klärung und Sicherstellung der Verkehrssicherungspflichten vertraglich geregelt ist. Fördergeld stehe in Aussicht, was vom 55 000 Euro-Bau allein 41 250 Euro abfängt. Die Regelung der Verkehrssicherungspflichten wurde 2019 durch die Gemeindevertreter abgelehnt. "Das hat zur Folge, dass bisher die Sicherstellung nicht geregelt ist. Des weiteren liegt noch kein bewilligter Fördermittelbescheid vom Land vor. Insofern wurde durch die Amtsverwaltung die Errichtung der Badestege noch immer nicht beauftragt", hieß es in dem Amts-Papier. Vize-Amtsdirektor Thomas Manig hat den Abgeordneten zur Sitzung auch noch aktuelle Gerichtsurteile weitergemailt, wonach aufgrund ertrunkener Kinder Politiker in Verantwortung genommen wurden. "Dies bestätigt unsere Auffassung, dass es eine Badeaufsicht in Altfriedland geben muss", betonte er. Dass man mit dieser Mail wiedermal nur mit Angst argumentiere, kritisierte Heiko Schlotte. "Dabei ging es um einen Dorfteich, nicht um eine Badestelle wie wir sie haben." Er berichtete davon, dass nach der Schließung der Gusower am Baggersee nun Altfriedland die einzige Badestelle im Amt sei. "Der Stegebau ist umzusetzen und uns nicht zu erzählen, wie es nicht geht", betonte er. Klaus-Jürgen Röchow fügte an, das Sicherheit durch Zäune, Badezeiten sicher machbar sei, auch die Badeaufsicht durch zwei geförderte Personalstellen.
Gusows Schließung bemerkbar
"In einem Jahr, acht Monaten und 14 Tagen hat sich das Thema für uns eh’ erledigt", sagte sauer noch Vize-Bürgermeister Dieter Arndt, Ortsvorsteher von Altfriedland. Er meinte damit die dann auslaufende Errichtungsanordnung zum Bau der Badestege. "Dieses Jahr werde es sicher nichts mehr, kommendes Jahr droht der Gemeinde das Haushaltssicherungskonzept. Da hilft nur noch ein Wunder", so Arndt. Die Schließung von Gusows Badestelle jüngst nach der Rückzug des Sportvereins als Pächter mache sich schon in Altfriedland bemerkbar. Viele Gäste hatte man am vergangenen Wochenende am Klostersee. Arndt dankte dem Team vom Ordnungsamt, dass gegen Falschparker im Ort rigoros vorgegangen war.