Einen ganze besonderen Neujahrsspaziergang hatten gestern Vormittag zahlreiche Einwohner aus Bleyen und Genschmar unternommen. Sie waren der Einladung von Bürgermeister Heinz Wilke gefolgt und trafen sich am Oderdamm an der Grenze beider Ortsteile. Vor genau zehn Jahren hatten an dieser Stelle Heinz Wilke als Genschmarer und Ingrid Pötsch als Bleyener Bürgermeister getroffen, um die per Bürgerentscheid festgelegte Fusion beider Gemeinden zu besiegeln. Im hohen Schnee hatten sie Neujahr 2002 dort nach einem „Sternmarsch“ mit den Dorffahnen dokumentiert, dass auch in der Gemeinde Bleyen-Genschmar kein Ortsteil zu kurz kommen werde.
„Ich hatte damals die Hoffnung, dass wir Bleyener mit den Genschmarern gut zusammenarbeiten werden“, erinnert sich Ingrid Pötsch. Zuvor hatten ja noch die Alternativen bestanden, dass Bleyen mit Küstrin-Kietz zusammengeht und Genschmar mit Golzow. Dies sei insofern interessant gewesen, weil Bleyen und Genschmar mit Ausnahme der Tierproduktionsbetriebe und des Dammes kaum Gemeinsamkeiten verbanden. „Aber wir hatten beide gute Haushaltssituationen und die Fusionsprämie lockte“, so Ingrid Pötsch. Insgesamt sei es für Bleyen fair zugegangen bislang, hob die Vize-Bürgermeisterin hervor. Das war auch das Anliegen von Heinz Wilke. Der Umstand, dass der kleinere Ortsteil nicht zu kurz komme, drücke sich schon im Gemeindenamen aus. „Wir haben gut zusammengearbeitet über die Jahre“, so Wilke. Dieser Umstand wurde denn auch zum Fusionsjubiläum gefeiert. Mit Glühwein und Bockwürsten, die Erich Kral heiß gemacht hatte.