Übervolle Kirchen hat es coronabedingt in diesem Jahr zum Weihnachtsfest nicht gegeben. Vielerorts fielen die Gottesdienste aus. Stattdessen gab es Andachten an der frischen Luft vor den Gotteshäusern oder waren die geschmückten Kirchen für individuelle Gebete geöffnet. Mit Abstand und Maske kamen auch etliche Besucher zum Seelower Marktplatz. Dort hatten die Mitglieder der Kirchengemeinde am Heilig-Nachmittag schon viele Kreuze mit Kreide auf die Pflastersteine gezeichnet, damit die Abstandsregeln von den Besuchern bei der Andacht gewahrt werden konnten. Doch der Wettergott war ungnädig. Es goss vom Himmel. Dennoch hielten 35 Gäste vor der Kirche auf dem Marktplatz tapfer durch.

Summen statt Singen

Beim zweiten Durchgang am Abend holte Pfarrerin Josefine Soltau die Besucher wegen des schlechten Wetters dann kurzerhand die Gäste in die Kirche. Gut 50 Gäste verteilten sich auf den Bänken, lauschten der Weihnachtsgeschichte, summten mit bei der Musik des Posaunenchors auf der Empore sowie den Liedern, einzig gesungen und begleitet von Christian Hartmann am Klavier vor dem geschmückten Altar.