Die Tücke im Detail erlebten am Montag all jene, die zur Konferenz "VBB im Dialog" mit der Ostbahn (RB 26) anreisten. Der Zug sollte eigentlich am Ostkreuz starten. Doch er fiel aus, so dass alle nach Lichtenberg mussten, um dort in die Regionalbahn einsteigen zu können. "Es hat im Dezember 2018 holprig begonnen", bekannte Detlef Bröcker, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), die die Strecke betreibt. "Aber wir arbeiten ständig nach, können jetzt bei Verspätungen schon besser eingreifen." Vorbereitet werde die Dreifach-Traktion, um mehr Plätze in der Bahn zu bieten.
Benjamin Döring von der DB Netze versicherte, dass die neue Einbindung der Ostbahn in Ostkreuz mittlerweile zu 99 Prozent funktioniere. Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) machte anhand vieler Zahlen und Beispiele die Entwicklung im Bereich Schienenverkehr deutlich. Von 2018 bis 2022 stelle das Land zu den rund 90 Millionen Euro, die jährlich fließen, über diese vier Jahre zusätzlich 48 Millionen Euro Regionalisierungsmittel bereit. "Weil die Schiene das Rückgrat der Entwicklung im Land ist", betonte die Ministerin. Vorgestellt wurden die bis 2030 im Land geplanten Maßnahmen, auch an der Ostbahn. Andreas Gollek von DB Netze erklärte, dass der zweigleisige Ausbau planerisch gesichert und alle Streckenbereiche weiter entsprechend gewidmet seien. Auch die Elektrifizierung sei fast durchgehend möglich. Lediglich die Brücke an der B1-Ortsumgehung Küstrin-Kietz sei zu niedrig. Dafür gebe es jedoch Lösungen. Und noch eine gute Nachricht hatte Gollek: Mit dem Neubau der Bahnbrücke in Küstrin-Kietz wird die Bahn auch das leidige Parkplatzproblem lösen. "Es wird ein moderner und sehr geräumiger Park&Rideplatz ausgebaut." Bis Dezember 2022 soll die neue Brücke fertig sein. Golleck präsentierte auch einen modernen Kreuzungsbahnhof mit Fahrstuhl in Werbig.