„So viele Mannschaften wie diesmal hatten wir lange nicht dabei“, freute sich Mike Lipke am Sonnabendmorgen. Der Trepliner Ortswehrführer ist der für den Altkreis Seelow zuständige Bereichsjugendwart – und war damit Ausrichter der Bereichsmeisterschaften im Jugend-Feuerwehrsport. Gemeinsam mit Kreisjugendwart Martin Zohles konnte er auf dem Mallnower Sportplatz 25 Wettkampfteams begrüßen. Darunter erstmals drei Teams mit 8- bis 10-jährigen Mädchen und Jungen und eine Bambini-Mannschaft mit unter Achtjährigen aus Lebus.
Die meisten Wettkämpfer schickten die Golzower Ortswehr mit vier Teams sowie die Seelower, Gusow-Platkower, Neuhardenberger und Trepliner mit je drei Teams ins Rennen. Der Aufwärtstrend im Jugend-Feuerwehrsport in der Seelower Region stehe dem Trend in den Regionen Bad Freienwalde und Strausberg entgegen, stellte Martin Zohles erfreut fest.
Mit viel Kampfgeist meisterte der Feuerwehrnachwuchs die 5 mal 80-Meter-Bahn, Gruppenstafette und die Königsdisziplin Löschangriff. Die gute Stimmung unter den Wettkämpfern konnten weder Verletzungspech noch der Pumpenausfall vermiesen, der kurz vom Ende noch für eine Zwangspause sorgte – und den Beginn des Lebuser Amtsausscheides um fast eine Stunde verzögerte.
Zu dem konnten Amtsdirektor Heiko Friedemann und Amtsbrandmeister Ralf-Tore Fabig leider nur sieben Wettkampfteams aus fünf Ortswehren begrüßen. Fabig bedauerte die sinkende feuerwehrsportliche Betätigung in der Amtswehr, während Heiko Friedemann bei der Begrüßung der Teilnehmer auf die zugleich immer besser werdende technische Basis der Amtsfeuerwehr verwies. So hat das Amt Lebus im vorigen Jahr rund 900 000 Euro in ein neues Feuerwehrgerätehaus, ein neues Fahrzeug und diverse Ausstattung für die Amtsfeuerwehr investiert. Der Amtsdirektor nutzte die Gelegenheit, den 188 Aktiven der Amtsfeuerwehr für das bei 58 Einsätzen mit mehr als 300 Einsatzstunden im Vorjahr Geleistete herzlich zu danken.
Die fünf Männer- und zwei Frauenteams absolvierten in Mallnow je zwei Läufe im Löschangriff. Im ersten ging es um den Pokal des Amtes, im zweiten Lauf um den Wanderpokal. Große Freude gab es am Ende sowohl bei den Schönfließer Männern, die den Amtspokal holten, als auch bei den Frauen dieser Ortswehr, die sich den Wanderpokal sicherten. Denn die Schönfließer, die als Jubilare offizieller Ausrichter des Amtsausscheides waren, machten sich mit ihren Siegen selbst das schönste Geschenk zum 80. Geburtstag ihrer Wehr.