Dabei hatten sich die Oderbrücher auf Grund einer vielversprechenden Saisonvorbereitung einiges für den Saisonstart vorgenommen. Kurz vor Beginn der Abreise kam die Nachricht, dass es für die Zechiner Greens galt, auf einer bis dato völlig unbekannten Bahnanlage zu spielen. Während der ersten Würfe in Lauchhammer-Mitte wurde umgehend klar, es fallen hohe Ergebnisse. Umso ärgerlicher also, dass die Zechiner gleich zu Saisonbeginn dort spielten. Mit mehr Routine wäre mit Sicherheit mehr möglich gewesen. Der Gastgeber zeigte mit sensationellen 3362 Holz, was die Anlage hergibt.
Beispielhaft der erste Durchgang, in dem die Heimmannschaft die Gäste aus Märkisch-Oderland nach allen Regeln der Kunst beherrschte. Allen voran Lauchhammers Schlüsselspieler Philipp Strehl, der eine Kegel-Gala präsentierte. Seine Neuner-Würfe fielen in den Abräumern nach Belieben, so dass nicht der Hauch auf Gegenwehr bestand. Seine herausragenden 238 Abräumer führten zu einem Spitzenwert von 609 Holz. Zechins Daniel Schneider (528), der als Nachrücker in die Startformation gerutscht war, hätte es kaum schlimmer erwischen können. Übrigens wäre jeder andere Zechiner Akteur gegen Philipp Strehl ebenso sang- und klanglos untergegangen. Schneider ließ sich aber zu keinem Zeitpunkt entmutigen, offenbarte Kampfgeist und kämpfte bis zum Schluss unverdrossen um jedes Holz.
Auftakt wenig verheißungsvoll
Das zweite Duell zwischen Lauchhammers Philip Kosmalla (548) und Andy Seidemann (532) verlief indes enger. Seidemanns Duellpunkt wäre für die Moral und für den zweiten Durchgang wichtig gewesen, aber Kosmalla entwischte im letzten Satz durch zwei Neunen in den letzten Räumerwürfen. Damit standen die Zechiner mit 0:2 Mannschaftspunkten (MP) und einem Rückstand von 97 Holz früh mit dem Rücken zur Wand.
Auch im zweiten Durchgang legte Lauchhammer mit Lutz Mittag (566) sowie Dirk Hentschel (560) Topresultate nach. Diesmal setzten sich die Gäste in Person von Kapitän Robert Lehmpfuhl aber zur Wehr und überwanden die anfängliche Schwächephase. Seine brillanten 408 Volle sorgten für exzellente 588 Holz, die für Lauchhammers Mittag nicht zu schlagen waren. Lehmpfuhls Chance auf seinen ersten 600er war da, jedoch verhinderte der letzte Satz das Vorhaben. Marco Specht (533) zog indes gegen Hentschel ein schweres Los, dessen Stärken bekannt waren. Hentschel trumpfte überraschend stark auf und sicherte Lauchhammer den dritten Punkt. Ergo lagen die Oderbrucher mit 1:3 sowie 102 Holz zurück.
Das Unmögliche sollte Zechins Schlussduo Karsten Trabs (543) und Karsten Glatzer (551) vollbringen. Tatsächlich waren die Greens in der Lage, sich jeweils 3:1-Satzpunkten zu sichern. Damit glichen die Greens zum 3:3 aus, jedoch schrumpfte der Holzrückstand nicht. Während Trabs in seinem ersten Satz einiges liegen ließ und erst im zweiten richtig aufdrehte, baute Glatzer mit zunehmender Spieldauer ab, so dass beide Akteure jeweils mindestens 20 bis 30 Holz verpassten. Schlussendlich hätte das aber auch nicht die Wende gebracht, da sich der Rückstand als zu groß erwies.
Ostderby am Sonnabend
Nun gilt es für die SG Zechin, die Auftaktpleite abzuhaken und den Blick nach vorn zu richten. Bereits am Sonnabend kommt es im ersten Heimspiel ab 13 Uhr zum Ostbrandenburgduell gegen den FC Schwedt 02. Die Oderstädter haben ihr Auftaktspiel gegen Plessa mit 5:3 gewonnen. Die Greens wollen unbedingt die ersten Punkte einfahren, um nicht frühzeitig der Musik hinterherzulaufen zu müssen.