Für die Kirchgemeinde Neutrebbin-Oderbruch und den 2010 gegründeten Förderverein Klosterkirche Altfriedland wurde am Donnerstag ein wichtiges Etappenziel bei der Sanierung des Gotteshauses erreicht.
Die Erneuerung des Daches samt Dachstuhl und Mauerkrone ist abgeschlossen. Burkhardt Baer, Bauausschussvorsitzender der Kirchgemeinde, Sebastian Blache von der Kirchgemeinde, Bauingenieur Wolfram Schwelgin von dem Planungsbüro IBS aus Hoppegarten sowie Ortsvorsteher Dieter Arndt nahmen gemeinsam mit dem Handwerksmeistern Ronald Desem aus Neureetz und Mathias Engel von der Müncheberger Baugesellschaft die vollbrachte Arbeit in Augenschein.
Dank an Behörden
Die Müncheberger hatten die Zimmerer und Maurerarbeiten übernommen, die Neureetzer die Dachdeckung. Bauleiter Wolf Schwelgin lobte die Ausführung in jeder Hinsicht. Man sei sowohl im zeitlichen wie im finanziellen Rahmen geblieben und habe eine qualitativ sehr gute Arbeit abgeliefert. Er erinnerte daran, dass die Deckenbalken mit Schwamm befallen waren und alle Köpfe und Sparrenfüße umlaufend erneuert werden mussten.
Burkhardt Baer dankte den Behörden für den eingeräumten vorzeitigen Baubeginn, der es ermöglichte, dass nun im Hochsommer bereits der zweite Bauabschnitt samt der vier Fledermausgauben abgeschlossen werden konnte. Zur Blitzschutzsicherung werden noch zwei Erdungen eingebracht. Eine Dachrinne ist aus Denkmalschutzgründen noch nicht möglich. Es gibt aber schon Behörden, bei denen ein Umdenken erfolgt ist und wo die Dachentwässerung dem Denkmalschutz nicht mehr im Wege steht, wie etwa an der Klosterkirche Tempzin (Mecklenburg-Vorpommern).
Die Sanierung der Kirche, deren älteste Elemente aus dem 13. Jahrhundert stammen, wird bis 2022 dauern und über eine Million Euro kosten. Viele Förderer bringen sich ein. Beteiligt sind die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land Brandenburg, die Landeskirche, der Kirchenkreis Oderland-Spree, die Kirchengemeinde Neutrebbin-Oderbruch, die Stiftung KiBa und der Förderverein Klosterkirche. Nach dem Dach wird der Turm saniert.
Das Spitzdachgebälk schätzt Burkhardt Baer als schlecht ein. In den kommenden Wochen werden die Glocken begutachtet. Die kleinere stammt von 1735 und war eine Spende des Markgrafen Carl Prinz von Preußen. Die zweite ist eine 1952 gegossene Stahlglocke. Noch nicht geplant ist eine Reparatur der Kirchturmuhr, deren historisches Mechanik zum Teil noch vorhanden ist.
Nach dem Turm folgt die Fassadensanierung. Und nach gründlicher Austrocknung beginnt auch die Sanierung der Innenseite der feuchten, altehrwürdigen Mauern.