"Die meisten von uns hat die Feuerwehr nicht mehr losgelassen", erklärte Neutrebbins Wehrführer André Rechner in seiner Ansprache zum Jubiläumsappell. Er selbst habe vor 25 Jahren zu jenen gehört, die mit Betreuer Norbert Manthey und Joachim Scheer der Jugendfeuerwehr gründeten. Viele der 14 Nachwuchsbrandschützer von damals waren auch zur Festveranstaltung gekommen. Und mit ihnen das halbe Dorf. Aus Neulewin, Bliesdorf, Alttrebbin, Prötzel und Bad Freienwalde waren Jugendwehren gekommen, um sich mit den Neutrebbinern -zwölf Mitglieder sind es derzeit und es können mehr werden - in den Spaßwettbewerben zu messen.
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Uwe Schiffmann moderierte die nicht immer leichten Stationen ganz souverän. Die Kinder und Jugendlichen hatten unter anderem ein Feuerwehrbild zu puzzeln, auf Skiern zu laufen und dabei ein Glas Wasser auf dem Kopf zu behalten, mit Spritzpistolen Bälle zu jonglieren und vieles mehr. Publikum wie Akteure hatten ihren Spaß. Ausgedacht hatten sich diese Disziplinen, die bei allem Humor doch stets mit dem Löschen und Helfen zu tun hatten, im wesentlichen Mathias und Sarah Noetzel, Manuela Böse und Kay Rose. Das DRK Märkisch-Oderland-Ost und das THW Seelow präsentierten Technik und sinnvolle Freizeitmöglichkeiten. Nachwuchswerbung war so nicht nur Sache der Feuerwehr.
Amtsdirektor Karsten Birkholz nutzte die Gelegenheit, um die Nachwuchsarbeit der Neutrebbiner als vorbildlich zu würdigen. Ganz herzlich bedankte er sich bei allen, Betreuern wie Eltern, für das Engagement. Ganz persönlichen Dank sagte er ebenso wie Kreis-Jugendfeuerwehrchef Janko Poplien dem scheidenden Jugendwart der Neutrebbiner, Mathias Noetzel. Ihm sei es vor allem zu verdanken, dass sich die Jugendwehr so gut entwickelt habe, dass sie heute zu den besten in der Region gehöre. Karsten Birkholz war es auch vorbehalten, den neuen Jugendwart zu berufen. Mit dem frischgebackenen Löschmeister Robert Laue wird ein ebenso engagierter Brandschützer die Arbeit fortführen. Besonders freute sich der Amtsdirektor über die Gäste aus den Nachbarwehren. "Dieser Zusammenhalt in der Region ist sehr wichtig. Bewahrt Euch das!", erklärte der Verwaltungsleiter.
Neutrebbins Bürgermeister Werner Mielenz, der zeitgleich mit dem Reit- und Springturnier in Altbarnim quasi auf zwei Hochzeiten tanzen musste, erinnerte ebenfalls an die Neugründung der Jugendwehr. "Das war genau der richtige Weg", betonte er und wünschte der Jugendwehr alles Gute.
René Kruschke, einst selbst junger Brandschützer, dann Jugendwart und schließlich Feuerwehrchef, überreichte dem neuen Jugendwart eine Gründungsurkunde der Jugendwehr mit den Namen aller damals aktiven Brandschützer. Vom Amt wie von der Gemeinde und den Gastwehren bekam die Jugendwehr Geld- und Sachgeschenke wie einen Kasten rote Brause und neue Schirmmützen.