Die Vermieter, Heike und Frank Buse, baten um die übliche An- oder die volle Bezahlung. Und zwar per Überweisung. Was dann geschah, war für das Rathstocker Ehepaar eine Art Dejavue. Denn der Ire schickte einen Scheck der Bank of Ireland.
"Bei uns wird ja kaum noch per Scheck gezahlt. Aber in Großbritannien sind Schecks üblich", weiß Frank Buse (64). Doch der ehemalige Bundespolizist weiß auch: die Schecks sind ein beliebtes Mittel für Betrüger.
Vor zweieinhalb Jahren sind der Rathstocker und seine Frau um ein Haar Opfer der Scheck-Masche geworden. Nur die Warnung seines Bruders, der im Norden der Republik ebenfalls Polizist ist, verhinderte den Betrug. Peter L. ging jetzt ähnlich vor: Der Scheck des Iren wies statt der geforderten rund 1200 satte 3 875 Euro aus.
Buses ahnten, was dann kam: Der Ire teilte per Mail mit, dass sein "Buchhalter" bestätigt habe, dass der Scheck eingelöst worden sei. – Obwohl das nicht stimmte. Frank Buse hatte nur den Eingang des Schecks bestätigt. Ein paar Tage darauf dann die Mitteilung, dass Peters Frau angeblich ins Krankenhaus musste, er das Geld zurück brauche. Frank Buse weiß, was dann normalerweise passiert: Die Betrüger nutzen die langen Bearbeitungszeiten deutscher Banken zur Scheckprüfung und lassen diese "platzen". Die Polizei rät deshalb, stets zu warten, bis ein Scheckbetrag den eigenen Konto unwiderrufbar gut geschrieben ist.
Heike und Frank Buse haben ihrem potenziellen Gast nichts überwiesen und bewahren den Scheck auf. Als Beweisstück in dem versuchten Betrug, den sie der Polizei jetzt anzeigen. Die Anzeige, mit der Peter L. ihnen gedroht hat, falls sie nichts überweisen, nehmen die beiden Rathstocker Vermieter gelassen. Sie kommt ohnehin nicht.