Begonnen hat die Arbeit der Mädchen und Jungen am Projekt schon mitten in der Corona-Hochzeit, als es darum ging, Gestaltungsideen zu entwickeln und speziell das Reitweiner Wartehaus zu "entkeimen", wie Maren Nickel sagt. Die Lebuser Schulsozialarbeiterin ist die Regionalleiterin für die offene Kinder- und Jugendsozialarbeit des Kinderrings Neuhardenberg.
Nickel ist froh über die Lockerung der Hygiene-Auflagen für die Klubarbeit, nachdem zuvor "jede Woche eine neue Regelung" gekommen sei. Für die Gruppenarbeit gelten jetzt keine Abstandsregeln mehr für die Kinder, sagt sie. Nur die Namen der jeweiligen Teilnehmer müssen täglich erfasst werden. Das Kinder- und Jugendhaus in Lebus sowie die Jugendklubs in Alt Zeschdorf und Reitwein sind seit dem 8. Juni wieder geöffnet. Sie waren seit dem 23. März geschlossen.
Nach der ersten Lockerung durften Maren Nickel und ihre Mitstreiterinnen, darunter Reitweins Klubleiterin Sandra Steinicke und Sylvana Bonin im Zeschdorfer Klub, immerhin draußen mit kleinen Gruppen arbeiten. So wurden im Reitweiner Buswartehaus der alte Rauhfaser-Spritzputz abgekratzt und die Wände mit Hilfe des Gemeindearbeiters neu verputzt. "Das war ganz schön anstrengend", sagen Sofia, Amy (beide 9), Oskar (8) und Hannah (10).
Seit Ferienbeginn nehmen drinnen der Wald und auf den Außenwänden das einstige Reitweiner Schloss sowie Tiere aus dem Park, darunter Eichhörnchen, Kauz und Wiedehopf Gestalt an.
Tierisch schöne Wände
Tierisch geht es auch auf den Wänden des Hackenower Bushäuschens zu, auf denen – mit Bezug zur nahen Tierarztpraxis – Hund, Hase, Vogel und Co. sowie das Ortswappen prangen. Hier haben Anton, Lennard und Ben mit den Jugendsozialarbeitern Diana Krüger und Peter Beetz ganze Arbeit geleistet. In den Ferien sind das Lebuser Jugendhaus und die Klubs in Reitwein sowie Alt Zeschdorf (hier ab der dritten Ferienwoche) täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet.