Die Notkirche in der Ruine der 1913 eingeweihten und im Krieg 1945 zerstörten Ortwiger Kirche ist wiedererrichtet worden. Das 1954 im Westteil der Ruine gebaute kleine Gebäude ist neu aufgebaut worden. Es wird künftig für Gottesdienste, aber auch Kulturveranstaltungen genutzt. Am 19. September lädt die Kirchengemeinde Letschin-Oderbruch von 14 bis 18 Uhr zum Hoffnungsfest ein. Die Einweihung nach dem zweiten Bauabschnitt wird mit Andacht, Kaffeetafel, Grillen, Musik, Spiel und Spaß für jung und alt in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat Ortwig und der Kita „Bienenschwarm“ gefeiert.
Für das Projekt Kirchensanierung sammelten die Ortwiger mit einem von Mike und Burkhard Kalies sowie Otmar Krause gefertigten Modell der Dorfkirche. 400 000 Euro umfasst das Gesamtvorhaben.
Für das Projekt Kirchensanierung sammelten die Ortwiger mit einem von Mike und Burkhard Kalies sowie Otmar Krause gefertigten Modell der Dorfkirche. 400 000 Euro umfasst das Gesamtvorhaben.
© Foto: Ulf Grieger

Möbel von der Partnerkirchgemeinde

Im ersten Bauabschnitt war der Rohbau erstellt worden, im zweiten wurde der Innenausbau nun abgeschlossen. Rund 200.000 Euro sind in das Projekt geflossen, für das viele Oderbrücher, aber auch Ortsfremde wie Berliner Geld gespendet haben. Unterstützt wird das Gesamtvorhaben vom Förderverein Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, dem Kirchenkreis Oderland-Spree und der Kirchgemeinde Letschin-Oderbruch, erklärte Angela Schneider.
Bei der Innenausstattung der Notkirche bekommt die Gemeinde Hilfe von den langjährigen Partnern aus der Kirchgemeinde Duisburg-Homberg. In weiteren Bauabschnitten erfolgt die weitere Sicherung der Ruinenmauern, der Einbau eines Schutzdaches im Altarbereich und die Gestaltung der Außenanlagen. Zwischen Notkirche und Altarbereich, dem einstigen Kirchturm, lassen sich dann auch gut Außenveranstaltungen durchführen. Vor allem aber soll die Notkirche auch behindertengerecht zugänglich sein.
Notkirche Ortwig: Erstaunlich viel Platz bietet das von außen etwas unscheinbare Gebäude für Gottesdienste und Kulturveranstaltungen.
Notkirche Ortwig: Erstaunlich viel Platz bietet das von außen etwas unscheinbare Gebäude für Gottesdienste und Kulturveranstaltungen.
© Foto: Ulf Grieger

Lob an die Handwerksbetriebe

Beim Gang durch die Baustelle loben die drei Mitglieder der Kirchgemeinde die Arbeit der Handwerksbetriebe, die nahezu alle aus der unmittelbaren Umgebung kommen wie die Müncheberger Baugesellschaft, die Dachdecker aus Letschin und Müncheberg, die Tischler aus Ortwig die Elektriker aus Ortwig und Sophienthal, die Maler aus Letschin und der Sanitärbetrieb aus Kiehnwerder.
Notkirche Ortwig: Nun gibt es dort auch eine Teeküche und eine Toilette, um Veranstaltungen ansichern zu können.
Notkirche Ortwig: Nun gibt es dort auch eine Teeküche und eine Toilette, um Veranstaltungen ansichern zu können.
© Foto: Ulf Grieger



Weitere Hoffnungsfeste in der Region Seelow:

Gorgast: Die Gemeinde Gorgast-Golzow feiert im Rahmen des Hoffnungsweges des Kirchenkreises am 19. September ein Hoffnungsfest in Gorgast (14 Uhr). Unser Bläserchor setzt dabei einen musikalischen Schwerpunkt und wirbt hoffnungs- und stimmungsvoll für Nachwuchs. Außerdem im Programm: Ausstellungseröffnung des sogenannten 'Tuch der Heimaten': Die Rauminstallation „Ein Tuch der Heimaten“ von Antje Scholz und Julius Breitenfeld in der Kirche Gorgast widmet sich Fragen von Flucht und Vertreibung und verknüpft Erinnerungen von Kriegsflüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg mit Berichten von Menschen, die heute als Flüchtlinge ins Oderbruch gekommen sind. Dafür hat Antje Scholz viele kleine Tücher von Menschen aus dem Oderbruch bestickt und zu einem großen Tuch vernäht, unter dessen Himmel eine Toncollage zu hören ist, für die Julius Breitenfeld mit Geflüchteten Syrien und Tschetschenien, aber auch der Ukraine und Weißrussland gesprochen hat.
Reitwein: In kleiner Form wird am 19. September ein Festgottesdienst in Reitwein um 10 Uhr mit Landesposaunenpfarrer Ulrich Schöntube stattfinden. Dabei wird vier Bläsern aus dem Posaunenchor Podelzig/Reitwein sowie Gorgast ihre Urkunden für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Posaunenchor verliehen. Anschließend gibt es ein lockeres Spaßblasen und gemeinsames Grillen.
Lebus: An der Oder, Lebus 19. September, 14:30 Uhr: Tauffest