Susanne und Ines van Dick zeigten ein großes Herz für das Tier und nahmen sein Schicksal in letzter Sekunde in die Hände. Sie fingen ihn ein, tauften ihn auf den Namen "Erich" und peppeln ihn seitdem wieder auf. Vorher holten sie Rat bei einem Storchenexperten. Sogar eine Voliere bauten sie für die ersten Tage. "Da mussten wir Erich noch zwangsernähren", sagt Storchretterin Ines van Dick. "Fressen wollte er nicht, obwohl er völlig ausgehungert war. Mittlerweile geht e_SSRq s ihm wieder so gut, dass er gar nicht mehr weg will", fügt ihre Mutter Susanne im Spaß hinzu. Auf dem großen Hof residiert Erich nun neben Flugenten, Hühnern und anderem Gefieder.
Mäuse, Regenwürmer, Fische, Frösche: Drei Mahlzeiten braucht das Jungtier jeden Tag, um satt zu werden. 15 kleinere Fische und drei Mäuse kommen da schnell täglich zusammen. Das Füttern war in den ersten Tagen auch kein Problem. Aber mittlerweile bereitet der Familie die Futterversorgung Kopfzerbrechen. Denn: "Mäuse aus dem Fachgeschäft kosten einen Euro das Stück und mehr. Bei kleinen Kücken ist das nicht viel anders", sagt Ines van Dick. "Das geht inzwischen ziemlich ins Geld."
Über Spenden, tote Mäuse oder kleinere Fische wie Plötzen und Barsche, die Angler aus dem Wasser ziehen, freut sich die Familie daher sehr. Wer so wie van Dicks ein großes Herz für den Storch hat und sie unterstützen will, kann sich mit ihnen in Verbindung setzen. Erich ist noch die nächsten Tage in Hackenow. Kommende Woche soll der lädierte Jungstorch zu Andres Valentin nach Melchow gebracht werden. Der Doktor ist der einzige Geflügelspezialist weit und breit, der sich ehrenamtlich um verunglückte Störche kümmert.
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