Schmidt machte deutlich, dass die derzeitigen Probleme an der Ostbahn durchaus bekannt seien und an einer Lösung gearbeitet werde. Besteller des Schienenverkehrs ist das Land. Im Verkehrverbund Berlin-Brandenburg (VBB), in dem Schmidt für den Landkreis vertreten ist, sei die Problematik der übervollen Züge wiederholt angesprochen worden. Das Land kenne die Situation. Man erwarte jetzt konkrete Maßnahmen. Die Ostbahn sei mittlerweile Thema im Landtag. Ein aktuelles Problem sei allerdings, dass die von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) als Betreiber der Strecke bestellten neue Züge noch immer nicht alle da seien, so dass in Spitzenzeiten, wenn die Pendler nach Berlin fahren bzw. am Abend von dort heimwärts kommen, keine Zusatzzüge angehängt werden können. In den letzten Wochen blieben wiederholt Fahrgäste auf Bahnhöfen - vor allem in Rehfelde - stehen, weil die Züge überfüllt waren. Bereits ab Müncheberg seien die beiden Wagen voll. In Rehfelde werden sie deshalb mitunter gar nicht mehr geöffnet. Ähnliche Situationen spielen sich zu den Rückfahr-Pendlerzeiten ab.
Vor Jahren drohte die Bahnstrecke einzuschlafen. Mittlerweile hat sie täglich bis zu 9000 Ein- und Aussteiger.