Die langwierige Straßenlicht-Reparatur in Friedersdorf hat ein Ende. Die Gemeindevertretung Vierlinden hat jüngst beschlossen, einen Dienstleistervertrag "Licht" mit der e.dis zur Errichtung der Straßenbeleuchtung abzuschließen und sich des Problems endgültig zu entledigen. Über Jahre war der Reparatur-Aufwand hoch in Friedersdorf. Viele Laternen der Frankfurter Straße, aber auch der Seelower und der Diedersdorfer Straße blieben immer wieder dunkel. "Die Reparatur ging nicht mehr, die alten und neuen Kabel ließen sich nicht mehr verbinden", erklärte Roswitha Thiede. Daraufhin habe man im Frühjahr eine erneute Reparatur, bzw. nur das Sondieren, was gemacht werden, auf Eis gelegt. Mindestens 4000 Euro wären nötig gewesen. "Wir sind in der vorläufigen Haushaltsführung, können die Maßnahme durch einen Dienstleistervertrag ‚Licht’ dennoch machen", erklärte die Amtsdirektorin.
Damit lagere man die Straßenbeleuchtung komplett aus an den Stromanbieter, der neue Laternen stellt, sich um das Leuchten der LED kümmert und auch bei Problemen in der Pflicht ist. Das sei wie beim Leasing eines Autos. Einen solchen Dienstleistervertrag habe die e.dis auch schon mit Lindendorf abgeschlossen. Seither gebe es in Libbenichen keine Probleme mehr. Die Amtsdirektorin hatte zur Sitzung den druckfrischen Vertrag mitgebracht, sprach von Ausgaben von 12 300 Euro pro Jahr in den ersten zehn Jahren und danach 3900 Euro bis zum 20. Jahr. Solange gelte der Vertrag vorerst, wenn die Gemeinde zustimmt. "Danach müssen wir entscheiden, ob wir den Vertrag erneuern oder das Eigentum übernehmen."
Mehr als 50 Laternen werde der Stromanbieter in den Straßen neu errichten. Alle bekommen auch kleine Info-Schilder mit Telefon-Nummer, falls mal eine Lampe nicht brennt. Die noch nutzbaren Metall-Laternen kann die Gemeinde woanders einsetzen. Oftmals ständen aber noch alte Beton-Pfeiler an den Straßen, die entsorgt werden. "Wir sind absolut für den Vertrag, freuen uns sogar sehr", sagte Marco Höhne im Namen des Friedersdorfer Ortsbeirats.
Bislang waren Einwohner oftmals mit Taschenlampen im Dorf unterwegs, hatten Anlieger sogar schon stärke Birnen in Lampen auf ihren Grundstücken geschraubt, damit auch etwas Licht auf die dunklen Straßen scheint. Dass man nicht weiterhin Tausende Euro für Reparaturen ausgeben will, die nicht lange halten, befürworteten viele im Gremium. Die neuen Laternen werden mit LED ausgestattet. Die leuchten sogar nachts sogar durch. Das machte die Abgeordneten anderer Dörfer sogar etwas neidisch. "Das wollen wir auch", hieß es. Ob künftig weitere Ortsteile von Vierlinden durch die e.dis versorgt werden, soll das Amt prüfen. Den Beschluss zur Vergabe für Friedersdorf fällten die Abgeordneten einstimmig. "Wir gehen von einer Lieferzeit von sechs bis acht Wochen aus", bremste Roswitha Thiede den Enthusiasmus am Ende. "Das ist ja gar nix, da haben wir in Friedersdorf doch schon viel länger gewartet", hieß es in der Sitzung.