Wie ist eigentlich die Entsorgung illegaler Abfall-Ablagerungen geregelt? Das fragte der Vorsitzende des Werksausschusses des Entsorgungsbetriebes Märkisch-Oderland (EMO), Reiner Spies, in der jüngsten Beratung des Kreistagsausschusses in Seelow. Er verwies auf das Beispiel des Hoppegartener Bauhofes, in dem ein Mitarbeiter viel Zeit damit zubringen müsse, illegale Abfall-Ablagerungen zusammenzutragen. Denn der Landkreis als Entsorgungspflichtiger würde diese nur von den Sammelstellen abholen, berichtete der Abgeordnete.
Die Organisation der Entsorgung der illegalen Ablagerungen falle nicht in ihre Zuständigkeit, erklärte EMO-Werkleiterin Angela Friesse. Dafür ist die beim Kreis-Umweltamt angesiedelte untere Abfallwirtschaftsbehörde verantwortlich. Zumindest bis jetzt. Denn im Umweltamt stehen Veränderungen an, wusste die EMO-Werkleiterin. Friesse verbindet damit Hoffnungen auf eine Neuregelung der Entsorgung illegaler Abfälle. Sie sei mit der jetzigen Lösung "nicht sehr glücklich", erklärte die Werkleiterin, über deren Betrieb "nur der Gebührenanteil mit eingenommen" wird. Doch über die Aufgabenverteilung entscheide der Landrat, so Angela Friesse.