"Wir würden den Teilwanderweg mit der kaputten Brücke als entbehrlich erklären", sagte Dietmar Zimmermann vom Ausschuss für Senioren, Jugend, Sport, Kultur und Soziales. Die Entscheidung war für Kain nicht nachvollziehbar. Nach einer Begehung des Abschnitts mit Vertretern des Wasser- und Bodenverbandes wurde vom Verband ein Kostenvoranschlag zur Sanierung der Brücke eingeholt, der sich auf 1400 Euro belaufe. Der Eigentümer des Grundstücks, der den Wanderweg privat gar nicht nutze, wolle 400 Euro übernehmen, erläuterte Kain. "Die Brücke ist Teil des öffentlichen Rundwanderwegs und deshalb im öffentlichen Interesse", betonte er.
Von der Kostenseite handele es sich um ein privates Grundstück, entgegnete Zimmermann. Gabriele Masche fügte hinzu, dass die Brücke kürzlich zusätzlich durch Holzarbeiter beschädigt wurde, die mit Lastern darüber gefahren sind. Außerdem gebe es für Badegäste, die am Ortseingang parkten und zu Fuß zum See kommen wollen, Ausweichmöglichkeiten.
Für die Beschädigung durch Holzlaster könne der Eigentümer nichts, entgegnete Kain und forderte, solche Vorgehen zu bestrafen. Die Reparatur der Brücke und damit die Sicherung des Rundwanderwegs stünde dennoch auf einem anderen Blatt. Mit vier Stimmen dafür, fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung entschieden die Gemeindevertreter gegen die Entbehrung. Im zweiten Teil des Beschlusses wurde der Antrag befürwortet, die Finanzierung im Finanzausschuss zu beraten.