"Es wird eines auf polnischer und eines auf deutscher Seite geben", informierte er weiter. Dazu werde gerade eine Planungsvereinbarung erarbeitet. In diesem Papier soll der Zeitplan des Bauvorhabens, für das die polnische Seite Regie führt, festgeschrieben. Zudem werden die Zuständigkeiten geregelt, da sich Deutschland an den Kosten beteiligen wird. Die polnische Seite hält einen Fertigstellungstermin Mitte der 2020er Jahre für realistisch. Ein Planfeststellungsverfahren dauert meist anderthalb Jahre. Im Ministerium geht man derzeit nicht davon aus, dass es eine Gleichzeitigkeit der Bauvorhaben Bahn- und Straßenbrückenbau geben wird. Das würde  auch der Platz vor Ort gar nicht zulassen. Die neue Bahnbrücke soll bereits Ende 2022 fertig sein.
In wie weit die B1 ertüchtigt werden muss, um den erwarteten zusätzlichen Lkw-Verkehr über die neue Grenzbrücke aufnehmen zu können, dazu gab es vom Ministerium noch keine Auskunft. Dies soll auch Ergebnis einer Verkehrsprognose sein. Raimar Wendland von der Bürgerinitiative B1 hat sich zufrieden gezeigt, dass es Planfeststellungsverfahren geben wird, in deren Verlauf auch die Öffentlichkeit beteiligt werden muss. Diese Gelegenheit wolle man wahrnehmen.