Die Schlange am Eingang zum Kulturhaus zeigt - es wird voll im Saal. Zum zweiten Mal hat vor allem die Stadtverwaltung dafür gesorgt, dass es wieder eine zünftige Silvesterparty im Kulturhaus gibt. 220 Karten sind verkauft. Die Besucher kommen in schicken Roben, es ist Ball-Stimmung.
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Am Einlass gibts ein Glas Sekt zur Begrüßung. Im Foyer schwitzen Gabriele und Jörg Münch. Auch in diesem Jahr haben es die beiden Seelower Geschäftsleute übernommen, den großen Hunger der Gäste zu stillen. "Wir haben das zwei Tage lang vorbereitet", berichtet Jörg Münch. Das, was aus den Pfannen und Behältern duftet, ist so recht nach dem Geschmack aller Freunde kulinarischer Genüsse. Die Palette reicht von Krustenbraten über zig Gemüse- und Beilagen-Variationen bis hin zu Wild und leckerem Dessert. Auch wenn etwas Geduld gefragt ist bei so vielen Gästen, die ans Buffet drängen - das Warten lohnt sich.
Dann sind Micha Jungwirth und Steffen Nix an der Reihe. Das Show- und Party-Team "Caprice" aus Frankfurt hatte die Seelower schon 2014 begeistert. Die beiden locken mit viel rhythmischen live gesungenen Liedern die Gäste aufs Parkett. Henno Döge sorgt mit seinem Team dafür, dass die Getränkewünsche erfüllt werden. Um Mitternacht fragt Bürgermeister Jörg Schröder nach einem kurzen Neujahrsgruß, ob man 2015 wieder Silvester im Kulturhaus feiern wolle. Ein schallendes "Ja!!!!!!!!" ist der schönste Lohn für alle, die das Event vorbereitet haben.
In der bunt geschmückten Turnhalle in Gusow nimmt der Beifall für die Cheforganisatoren vom Dorfclub 1961 um ihren Vorsitzenden Jens Thiemann kein Ende. Gut 200 Gäste erleben eine ausgelassene Party mit vielen Überraschungen. Zunächst begeistern die Frauen des Vereins mit ihrem Neon-Tanz. Die große Gaudi-Nummer liefern die Männer. Die jubelnden Gäste erleben einen zunächst scheinbar normalen Tag von Willi. Sie begleiten den sich Langweilenden, der im Auto unterwegs ist und vor sich im Wagen das "schöne Mädchen" besingt, ehe er zum Straßenstrich an der B 1 nach Diedersdorf kommt. Dort findet Willi eine russische Trösterin, mit der er nach Moskau tourt, wo ihn tanzende Militärs empfangen und ihn postwendend in den Zug setzen. Und prompt fragt Udo Lindenberg, ob das der Sonderzug nach Pankow ist. Zum Schluss schwebt Biene Maja durch die Halle.
Seit Wochen hatte der Verein für sein Programm geprobt. Dass sich das Team selbst übertroffen hat, versichern auch viele Gäste aus dem Umland. Stefan Brand aus Seelow schwitzt indes mit seinem Bedienungsteam und die Disko Wedell aus Letschin hat keine Mühe, mit heißer Musik das Publikum zu Tanz-Höchstleistungen zu bewegen.