Pünktlich zum 1. Advent, der diesmal auf den 1. Dezember fällt, öffnen sich in Letschin und Neutrebbin am Sonntag die ersten Türen zum Lebendigen Adventskalender 2019. In Letschin bietet der Adventsmarkt, der vor und hinter der Tür des Haus Lichtblick auf die Besucher wartet, ab 14 Uhr ein buntes Weihnachtsprogramm für Jung und Alt mit Gesang, Weihnachtsmärchen und vielem mehr.
In Neutrebbin erwarten am Sonntag als Erste die "Formel 1-Freunde" in der Hauptstraße 67a ab 18 Uhr die Besucher zum Lebendigen Adventskalender. Bei dem Zusammentreffen bekommt Bürgermeister Werner Mielenz ein besonderes Geschenk für die Gemeinde übergeben: Schreinermeister Robert Lüneburg hat einen Wichernkranz angefertigt, der die Neutrebbiner künftig durch den Advent begleiten soll.
Auch in Reitwein soll es in diesem Jahr eine Neuauflage des "Offenen Weihnachtskalenders", wie die Aktion hier heißt, geben. Doch bei den Reitweinern ist einiges anders als in Neutrebbin und Letschin.

Start ist in Reitwein am Montag

Zunächst, dass die erste Haustür nicht am 1., sondern erst am Montag, dem 2. Dezember, geöffnet wird. "Die Adventssonntage lassen wir bewusst aus. Da sollen die Leute ganz in Familie zu Hause sein", sagt Ines Masuck vom Reitweiner Heimatverein AnSporn. Sie hat erneut den "Hut" für die Organisation der Aktion auf. Aus der Premiere im vorigen Jahr haben die Veranstalter einiges gelernt.
Vor allem, dass sich die Türen im Dorf im Advent nicht nur für Kinder und ihre Eltern öffnen sollten. Ihnen hatte im Vorjahr die Einladung ganz besonders gegolten. "Viele Ältere im Dorf fühlten sich so nicht eingeladen", weiß Ines Masuck. In diesem Jahr sind ausdrücklich alle Reitweiner, Jung und Alt, eingeladen.
Letschiner Adventsmarkt

Bildergalerie Letschiner Adventsmarkt

Den Auftakt gibt am Montag Hilla Warsow. Sie erwartet zum Glockenschlag der Kirchturmuhr um 17.55 Uhr die Besucher allerdings nicht an ihrem Haus in der Hauptstraße, sondern im Rüstzeitenheim. Der Blick auf den Reitweiner Offenen Weihnachtskalender zeigt indes: Über die Sonntage hinaus sind noch sechs weitere Tage ohne Name und Hausnummer. "Es haben sich nicht genug Leute gemeldet. Aber wir finden das nicht schlimm, dass es immer mal wieder eine Pause gibt", sagt Ines Masuck.
Sie weist auf mehrere Besonderheiten bei der diesjährigen Kalenderaktion hin. Da ist zum einen das Weihnachtssingen für Senioren. Es findet an zwei Tagen, am 11. und 18. Dezember statt.
"Wir greifen damit eine Tradition in der Reitweiner Kirchengemeinde wieder auf", erklärt die Orgchefin. Einst seien Kinder in der Adventszeit zu alten, kranken, nicht mehr mobilen Menschen im Dorf gegangen, um sie mit ihrem Gesang zu erfreuen. Mit Hilfe von Seniorenbetreuerin Monika Bäcker wurden 14 ältere Reitweiner ermittelt und informiert, dass sie an einem der genannten Tage singenden Besuch bekommen werden: Am 11. Dezember machen sich sechs Reitweinerinnen ab 14.30 Uhr auf den Weg zu den Senioren, am 18. Dezember bringen die Kita-Kinder ihnen schon ab 9.30 Uhr Ständchen.

Bastel- und Backtag-Premiere

Die Kita "Birkenschlösschen" wird in diesem Jahr übrigens auch selbst Gastgeber sein und ihre Tür am 9. Dezember, ab 17.55 Uhr für Besucher im Rahmen der Kalenderaktion öffnen. Die Gastgeber werden den Besuchern kleine Überraschungen bieten – von der Märchenstunde bis zum Handpuppentheater soll einiges dabei sein, verrät Ines Masuck.
Eine Premiere wird der Bastel- und Backtag sein, zu dem der Kinder- und Jugendklub unter Leitung von Sozialarbeiterin Sandra Steinicke mit Unterstützung Reitweiner Senioren am 7. Dezember, ab 15 Uhr, ins Dorfgemeinschaftshaus einlädt.  Ein weiterer Höhepunkt ist das große Weihnachtssingen mit Kantorin Anja Liske-Moritz  am 13. Dezember, ab 14 Uhr, im Rüstzeitenheim.