Es herrscht stets eine ganz besondere Atmosphäre, wenn sich die Feuerwehrsportler aus vielen Teilen Brandenburgs in der Sparkassenarena zum Nachtpokal treffen. Längst kennen sich die Wettkämpfer und Organisatoren so gut, dass an bisherige Erfahrungen angeknüpft werden kann.
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Von solchen Anekdoten gibt Turniermoderator Hartmut Sommer, der heute seinen 70. Ehrentag begeht, eine Fülle zum Besten. Und so wunderte es auch nicht, dass ihm die Klein Raddener ein Glas Spreewaldgurken überreichten. Zur Erinnerung daran, dass er sie scherzhaft als "Spreewaldgurken" angesagt hatte. Dabei blieb es dann auch zur elften Nachtpokalauflage, bei der die Klein Raddener mit 24,44 Sekunden erneut eine tolle Zeit liefen und damit am Ende den vierten Platz einheimsten.
Der Nachtpokal, der im Rahmen des Seelower Maifestes stattfand, lockte in seinem Verlauf immer mehr Gäste an, so dass beim Höhepunkt, den Finalläufen und dem Sonderlauf mit TSA (Tragkraftspritzenanhänger) die Zuschauerränge gut gefüllt waren, trotz der mit nur acht bis sechs Grad doch empfindlichen Kälte.
Entschädigt für das Ausharren wurden die Zuschauer mit fantastischen Eindrücken. Denn die Flutlichter blieben an, als die Mannschaften im Finale kämpften. Hauptkampfrichter Siegbert Schulz und sein Team behielten stets die Übersicht. Das war auch nötig, wenn die Technik einmal nicht so mitspielte, wie sie eigentlich sollte. Mit Spannung erwarteten die Zuschauer den Sonderlauf mit TSA, für den sich vier der Teams gemeldet hatten.
Der TSA wurde in den 1930er Jahren als zusätzliche Transportmöglichkeit von Feuerwehrgeräten entwickelt und wurde in der Regel immer zusammen mit einem Feuerwehrfahrzeug eingesetzt. Vor allem für kleine Gemeinden auf dem Lande war er auch zu DDR-Zeiten eine kostengünstige Möglichkeit. Besonders bei den älteren Brandschützern kamen bei dem Wettbewerb viele Erinnerungen auf. Im Anschluss gratulierte Seelows Bürgermeister Jörg Schröder den Siegern aus Genschmar, Neuzelle und Zerkwitz herzlich.