"Auf Grund der ungünstigen Witterung hatten wir nur durchschnittliche Erträge. Vor allem die Qualität des Getreides hatte gelitten. Wir haben mehr Futter- als Brotgetreide geerntet", erläutert der Geschäftsführer. Und weil weltweit eine gute Ernte eingefahren wurde, gingen die zu erzielenden Preise in den Keller.
Das Jahr 2017 war auch davon geprägt, dass Odega den Zuckerrübenanbau nahezu eingestellt hat. Mit der veränderten Zuckermarktordnung ist es zum Risiko geworden, die Rüben noch gewinnbringend an die ausschließlich außerhalb des Landes befindlichen Verarbeitungsbetriebe zu verkaufen. So hat Odega lediglich noch Rüben für die Verwendung in der Seelower Biogasanlage angebaut. Im Vorjahr war die Anbaufläche noch 191 Hektar groß.
"Wir haben uns im Rahmen der Rübenrodegemeinschaft, in der wir nach wie vor Mitglied sind, zu dem Thema verständigt und tauschen uns weiter darüber aus", erklärt Brauer. Natürlich sei die Rübe ein wichtiges Glied in der Fruchtfolge. Aber der Anbau dürfe auch keine Verluste bringen.
Der Betrieb hofft, in diesem Jahr den Umbau der Sachsendorfer Milchviehanlage in eine Hähnchenmastanlage nach dem Fairmast-Prinzip zu realisieren. Nach anderthalb Jahren sei die Genehmigung dazu erteilt. Allerdings seien in der Zeit auch die Baupreise in die Höhe geschossen.