Den konnte sich letztlich Janusz Kucharski sichern, seines Zeichens Professor an der Kunsthochschule in Breslau und damit der einzige alte Hase unter den ansonsten jungen Künstlern. Er hatte unter dem Titel "Unterwegs" Koffer in den drei geometrischen Formen Kreis, Quadrat und Dreieck aus Metall gefertigt. Die Formen stehen in dieser Reihenfolge für den Himmel, die Erde und den Menschen. Damit muss er den Nerv des Publikums bzw. das Thema der Ausstellung "Reisen in Raum und Zeit" wohl am besten getroffen haben. "Die Künstler lagen in der Abstimmung aber alle sehr dicht beieinander", sagte Darius Müller später. In seiner Rede hob er alle Arbeiten hervor, die nun zum größten Teil im Außenbereich hinter dem Schloss zu sehen sind. Das gilt vor allem für die Arbeiten aus den Bereichen Bildhauerei, Design und konzeptionelle Kunst, wie die Bahnschranke des nackten Mannes. Insgesamt sind im und außerhalb des Schlosses Werke von acht internationalen Künstlern ausgestellt. Die Teilnehmer wurden von einer Fachjury aus 80 Bewerbern ausgewählt.
Im Innenbereich können Fotografien sowie eine Ausstellung zur Historie der Ostbahn bewundert werden, die unmittelbar mit dem Thema Reisen verknüpft ist. Das Thema des nächsten Pleinair solle dann "Stundentakt" lauten, sagte Darius Müller in Anspielung auf den Wunsch, dass die Bahn künftig häufiger in Trebnitz hält.
Neben Landrat Gernot Schmidt, der in seiner Rede Trebnitz Bedeutung als Brücke in den Osten hervorhob, sprach auch Damian Jarzablek, erster Sekretär der polnischen Botschaft, zur Eröffnung. Er stellte die universelle Sprache der Kunst heraus.
Diese konnte bereits ab 14 Uhr im Schloss bewundert werden. Die Einrichtung hatte Kinder und Familien zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.