Bürgermeister Werner Finger machte das Problem deutlich: Lediglich ein Teil der Zufahrtstraße zum Bahnhof befindet sich in Hoheit der Gemeinde. Ab der großen Rinne, die jedes Auto in diesem Bereich nur sehr langsam schadensfrei passieren kann, handele es sich um Bahngelände. Finger erinnerte daran, dass es bereits mehrere Treffen vor Ort gab. Ein geordneter Platz wäre möglich, wenn dafür dann auch zwei leerstehende Gebäude abgerissen würden. Eine erste Kostenschätzung ging von mindestens 200 000 Euro aus, die notwendig wären, um im Bereich der Gemeindeflächen einen vernünftigen Parkplatz zu errichten. Dieses Geld habe die Kommune schlichtweg nicht. "Wir müssten Kredite aufnehmen", erklärte Finger die Alternative. Und ja, die Bahn sei mit am Tisch gewesen, versicherte Werner Finger auf Nachfrage aus der Runde, ebenso die Niederbarnimer Eisenbahn, die die Ostbahnstrecke betreibt, sowie der Nahverkehrsverbund VBB. Die NEB ist nur Nutzer der Anlagen, bezahlt dafür an die Bahn Gebühren.
Seitens der Bahn sei nicht erkennbar, dass sie etwas an der Situation ändern will, bekannte der Bürgermeister. Ähnlich prekär sei die Situation am Bahnhof Gorgast. Auch dort gehört der Gemeinde nur ein Teil der Flächen. Und auch dort gibt es kein geordnetes Parken. Ohne die Unterstützung auf Kreis- und Landesebene - einschließlich der politischen Schiene - dürften die Probleme an den beiden Bahnhöfen kaum in den Griff zu bekommen sein. Derzeit gibt es dort keinerlei Lösungsansätze.