Dass der Gehwegbau vom Schlossplatz bis zur B 1 so gut voran geht, freut auch den Ortsbeirat. Der hat am Montagabend in der Alten Schule erstmals in diesem Jahr getagt. Im Januar fiel die Sitzung mangels Themen aus, im März kam dann die Corona-Pandemie. Dementsprechend viel Redebedarf gab es nun bei der Zusammenkunft.
So fragte Vize-Ortsvorsteher Wolfgang Stenzel an, warum der Wirtschaftshof der Stadt Müncheberg in der Dorfstraße den heruntergefallenen Ast der Robinie nicht beseitigt habe, obwohl die Mitarbeiter im Auto mehrfach daran vorbeigefahren waren.? "Ich habe ihn auch liegen sehen und gerade zur Seite gezogen", schimpfte Ortsvorsteher Bernd Gohlke und will sich dahingehend nochmal an den Wirtschaftshof wenden, der ja für die Pflege im öffentlichen Bereich zuständig sei.
Außerdem wurde von Stenzel moniert, dass sich zwei Linden, ebenfalls in der Dorfstraße, unweit künftiger Baugrundstücke, gefährlich neigen. "Die anderen haben wir nach Stürmen schon beseitigen müssen", so Stenzel, der auch der Ortswehrführer ist. Dass die Bäume ihr Alter erreicht haben, dort weg müssen weil sie eine Gefahr darstellen, hatte Bernd Gohlke schon im Februar gegenüber dem Baumgutachter angemahnt, erzählte der Ortsvorsteher.
Der Fachmann habe sie sich angeschaut, doch nichts geschah. Nun einigte sich der Ortsbeirat darauf, nochmal Druck zu machen, damit wenigstens das Totholz herausgeschnitten werde, um die Bäume etwas zu entlasten.
Dass die Feuerwehr nach langer Corona-Pause nun wieder ihre Arbeit aufnimmt, berichtete Stenzel. Am Donnerstag starte die Ausbildung wieder – draußen am Gerätehaus, auf Abstand. Weiterhin verboten seien dagegen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und der Alters- und Ehrenabteilung.
An die nötige Reparatur des Obersdorfer Weges erinnerte Karin Fiedler, drittes Mitglied im Ortsbeirat. Das soll möglichst noch in diesem Jahr geschehen, war man sich einig. Im kommenden Jahr soll dann auch der Gehweg an der B1 instand gesetzt werden, damit die Ameisen im Sand nicht weiter das Pflaster anheben. Als größte Investition legte das Gremium die Vorplanung (25 000 Euro) für die Straßenentwässerung im Bereich Eichplatz und Umfeld des Feuerwehrgerätehauses fest – mitsamt Bau von Mulden, Zufahrten und Gehweg.
Dorffest im Juli fällt aus
Über die Sitzungen der Ortsvorsteher und Stadtverordneten seit Jahresbeginn berichtete Bernd Gohlke. Noch immer hoffe man auf Fördergeld für ein neues Feuerwehr-Auto (HLF 10, Kosten: 365 000 Euro), sowie auf den Glasfaserausbau durch die Stadtwerke Schwedt.
Für eine Umgehungsstraße für Jahnsfelde, als Alternative zur vielbefahrenen B 1, will das Trio in der nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss fassen. Da weiterhin alle Aktivitäten im Dorf auf Eis gelegt seien, fällt in Absprache mit dem Schlossparkverein auch das Dorffest aus, geplant für den 4. und 5. Juli. "Vielleicht finden wir im Herbst einen Ersatztermin für eine kleine Feier hinter der Schule", fügte Vereinschef Gerd Seume an.