Sie wollen erst ihre Protestaktionen einstellen, wenn auch per Gesetz klar gestellt wurde, dass es keine unterirdische Kohlendioxid-Speicherung in Brandenburg geben wird. Das haben die Vertreter der in der Initiative Mahnwache zusammengeschlossenen Vereine und Gruppierungen gestern bei der 25. Mahnwache auf dem Letschiner Markt betont. Obwohl man sich darauf verständigt hatte, nach dem Scheitern des CCS-Gesetzes im Bundesrat „auf Sparflamme“ zu fahren, kamen doch zahlreiche Teilnehmer zur Demo. Die wurde auf gewohnt originelle Weise zelebriert. Die Veranstalter von den Vereinen „Wir im Oderbruch“, Bürgerinitiative Neutrebbin und Bruchkultur sowie der Kirchengemeinde luden zünftig zu Glühwein und Pfannkuchen ein. Und nachdem Reinhold Rochlitz 21 Strophen eines neues Protestsongs zu Gehör gebracht hatte, machte Mario Forner deutlich, wie viel die Aktionen der CCS-Gegner im Oderbruch und andernorts bereits gebracht haben. Aber da noch immer kein Ergebnis im Vermittlungsausschuss erzielt wurde und die Möglichkeit der unterirdischen Lagerung nicht besteht, müsse der Widerstand fortgesetzt werden. Olaf Wadewitz von der Neutrebbiner Bürgerinitiative informierte, dass man auch aktiv die Gegner neuer Tagebaue in der Lausitz unterstützt. „Wir werden am nächsten Sonntag am Sternmarsch gegen neue Tagebaue teilnehmen“, sagte er. Aus mehreren Dörfern werden sich ab 13 Uhr die Protestzüge formieren. Siegfried Macholtz von der Kirchgemeinde Letschin betonte, dass es längst nicht mehr nur um CCS gehe, sondern um eine andere Energiepolitik. „Wir setzen uns dafür ein, dass der CO2-Ausstoß generell reduziert wird.