Während ihrer üblichen Streifenfahrt machten Beamte der Bundespolizei am Sonnabendmittag (5. November) auf der B1 bei Manschnow in einem Pkw eine Entdeckung, die es in sich hatte. Gegen 12.30 Uhr stoppten sie einen Nissan Micra mit niederländischer Zulassung kurz nach dessen Einreise aus Polen nach Deutschland.
Bei der Fahrzeugkontrolle fanden die Beamten eine Vielzahl von verbotenen Raketen, Knall- und Feuerwerkskörpern im Kofferraum – insgesamt 54 Kilogramm.

Beamte vermuten Kauf der Böller und Raketen in Polen

„Mutmaßlich“, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei, die MOZ.de am Montagnachmittag (7. November) erreichte, habe der 36-jährige Fahrer die Böller und Raketen vorher in Polen erworben. Die Vermutung der Beamten begründet sich darin, dass die Pyrotechnik keine erforderlichen Prüfzeichen hatte.
Gegen den Fahrer, einen niederländischen Staatsangehörigen, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Einfuhr und Besitz von nicht zugelassener Pyrotechnik strafbar

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor dem Kauf von in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik, welche auf Märkten und in Geschäften im Ausland angeboten wird. Die Einfuhr und der Besitz werden strafrechtlich verfolgt.
Tests des Bundesamtes für Materialforschung (BAM) haben die Gefährlichkeit der nicht zugelassenen Pyrotechnik nachgewiesen. „Leider kommt es immer wieder zu Unfällen und Verletzungen von Personen, die mit diesen illegalen Böllern hantieren“, mahnt die Bundespolizei in ihrer Mitteilung vom Montag noch einmal ausdrücklich. „Hände weg von nicht geprüften Feuerwerkskörpern.“