Der erste Hilfskonvoi in Richtung Ukraine wurde in der Region von Lebus aus organisiert. Vorige Woche rief dann auch Thomas Mix, Bürgermeister von Podelzig, zum Spenden von Hilfsgütern für ukrainische Geflüchtete auf. Und am Sonntag wurde in Zeschdorf entschieden, sich der Aktion der Podelziger anzuschließen – mit Unterstützung von Volkssolidarität und den Feuerwehren. Bis Freitag, 11. März, werden täglich zwischen 8 und 17 Uhr im Kulturhaus Alt Zeschdorf Sachspenden entgegengenommen.
„Sehr geehrte Bürgerinnen, sehr geehrte Bürger, wir Zeschdorfer der Ortsteile Alt Zeschdorf, Hohenjesar, Neuzeschdorf, Petershagen und Döbberin stehen den Menschen in der Ukraine bei und leisten in diesen schweren Stunden einen Beitrag zur Linderung in der Not“, so Uwe Köcher, Bürgermeister der Gemeinde Zeschdorf, in einem Aufruf. Am Sonntag (6. März) trafen sich Vereine, Privatpersonen und Gemeindevertreter im Alt Zeschdorfer Kulturhaus, um über die Details zu beraten.

Frankfurt (Oder)/ Cottbus

Enger Kontakt zu Koordinierungsstellen

Wichtig sei, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden. „Deshalb sind wir im engen Kontakt mit Koordinationsstellen“, so der Bürgermeister. Ab 14. März – das ist ein Montag – soll mit dem Transport in die Ukraine begonnen werden. Köcher: „Hier haben wir namhafte Unternehmen gewinnen können.“ Die Organisatoren, zu denen beispielsweise Helke Baltz aus Döbberin zählt, gehen davon aus, dass es auch notwendig werden könnte, in einem der Aufnahmelager zu unterstützen, falls sich die Flüchtlingssituation weiter zuspitzt.
„Es soll gezielt gespendet werden, sodass vor Ort – bei Ankunft der Flüchtlinge in den Grenzgebieten – die Hilfsgüter sofort und schnell helfen und unterstützen“, erklärt Helke Baltz auf Anfrage gegenüber moz.de.
So werden vor allem Schlafsäcke, Decken (keine Daunen), Isomatten, Taschenlampen, Batterien, Notstromaggregate, Einweggeschirr, Erste-Hilfe-Material (Sanikasten), Hygieneartikel aller Art, Windeln sowie Baby- und Kindernahrung, haltbare Lebensmittel, Lebensmittelkonserven und Trockennahrung wie Zwieback, Reiswaffeln, Müsliriegel und Nüsse benötigt. Für einen optimalen Transport sind die Organisatoren auch dankbar für viele Umzugskartons. „Vielleicht können Sie auch diese entbehren“, appelliert Uwe Köcher an die Menschen der Region. „Ich zähle auf Sie und bedanke mich im Namen der Gemeinde für Ihre Unterstützung und Spenden.“
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